Apple wird seine Quartalszahlen am 31. Juli veröffentlichen. Mit den erwarteten Zahlen für das dritte Quartal 2025 im Blick, ist die Stimmung auf dem Finanzmarkt vorsichtig optimistisch. Laut den Analysten Gene Munster und Brian Baker zeigt sich das iPhone-Geschäft auf einem stabilen Niveau, was für die kommenden Monate ein solides Wachstum verspricht.

Stabilität im iPhone-Geschäft
Das iPhone bleibt die zentrale Einnahmequelle von Apple. Im dritten Quartal 2025 wird ein Umsatzanstieg von 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Im Vergleich zum Vorquartal zeigt sich eine leichte Verbesserung, denn der Anstieg im zweiten Quartal 2025 lag noch bei 1,9 Prozent. Munster und Baker schätzen, dass sich das Wachstum auch positiv auf die Ergebnisse im September auswirken wird.
Das erwartete iPhone 17 Air stellt laut den Analysten eine wichtige neue Produktgeneration dar. Wenn man den letzten Meldungen Glauben schenken darf, wird das neue Modell einige ambitionierte Designänderungen mit sich bringen. Das Gerät soll an seiner dünnsten Stelle nur 5,5 mm dick sein. Es ist zu erwarten, dass die umfangreichen Designänderungen auch diesmal wieder das Wachstum ankurbeln werden. Ein gutes Beispiel aus der Vergangenheit ist das iPhone 6 Plus, dessen größeres Display im Jahr 2015 einen Anstieg des Umsatzes um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zur Folge hatte.
Allerdings wird beim iPhone 17 Air ein solch großer Wachstumsprung nicht erwartet. Das neue Modell soll jedoch dazu beitragen, dass das Umsatzwachstum des iPhone im Geschäftsjahr 2026 über die Erwartungen der Wall Street von 5,7 Prozent hinausgeht.
Apple Intelligence
Der Bereich Künstliche Intelligenz ist für Apple nach wie vor ein sensibles Thema. Im Vergleich zu anderen Tech-Giganten wie Google und Microsoft hinkt Apple immer noch hinterher. Dennoch sei der Rückstand durchaus aufholbar, heißt es in dem Bericht.
Apple soll der aktuellen Situation relativ entspannt gegenüberstehen. Intern wurden bereits mehrere Umstrukturierungen vorgenommen. Bis die Änderungen jedoch Wirkung zeigen, werden noch einige Monate vergehen. Besonders die Entscheidung, ein umfangreiches Siri-Update zu verschieben, bedeutet, dass Apple in diesem Bereich zunächst keine großen Sprünge machen wird.
Was heißt das alles für diejenigen unter uns, die sehnsüchtig darauf warten, dass Siri durch die KI zum Leben erweckt wird? Es ist eine Mischung aus guten und schlechten Nachrichten. Die schlechte Nachricht: Wir werden die neuen Siri-Funktionen in nächster Zeit nicht zu Gesicht bekommen. Die gute Nachricht: Wenn sie kommen, dürften sie ausgefeilt, zuverlässig und nützlicher denn je sein. Und das alles auf Grundlage von Apples hohem Datenschutzstandard.
Zudem gab es Spekulationen, dass Apple das KI-Start-up Perplexity übernehmen könnte. In den letzten Wochen wurde das Unternehmen nach einer weiteren Finanzierungsrunde mit 1,8 Milliarden Dollar bewertet, womit sich diese Gespräche wahrscheinlich vorerst erledigt haben. Dennoch könnte eine Übernahme zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sein, um Apples KI-Kompetenz weiter auszubauen und auch im Bereich der Suchmaschinen eine Rolle zu spielen.
Tarifstreit zwischen den USA und China
Der anhaltende Tarifstreit zwischen den USA und China bleibt eine Herausforderung für Apple. CEO Tim Cook hatte bereits gewarnt, dass für Apple im dritten Quartal aufgrund von Zöllen 900 Millionen Dollar an zusätzlichen Kosten entstehen. Diese Nachricht hat bei Investoren Besorgnis ausgelöst und sorgt für Unsicherheit bezüglich der zukünftigen Entwicklungen.
Dennoch bleibt Apple auch hier ruhig und gelassen. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass es geschickt mit den Auswirkungen von Zöllen umgehen kann. Durch die gut organisierte Lieferkette wird es Apple auch weiterhin gelingen, die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise abzufedern. Die Hoffnungen liegen zudem auf den Gesprächen zwischen den USA und China, bei denen eine mögliche Deeskalation der Zölle angestrebt wird. Auch wenn die Auswirkungen spürbar sein werden, könnten sie weniger dramatisch ausfallen als ursprünglich befürchtet, heißt es in dem Bericht von Munster und Baker.
Fazit
Laut der Analyse präsentiert sich Apple im dritten Quartal 2025 als Unternehmen mit soliden Fundamenten. Das iPhone-Geschäft hat sich stabilisiert. Dabei ist zu erwarten, dass Apple auch in Zukunft von einem moderaten Wachstum profitieren wird. Zwar gibt es im Bereich Künstliche Intelligenz noch Nachholbedarf, doch das Unternehmen bleibt in einer starken Position, um bei der nächsten Siri-Version und möglichen strategischen Übernahmen von Start-ups einen Schritt nach vorn zu machen. Auch die Auswirkungen der Tarifproblematik scheinen sich auf ein handhabbares Maß zu reduzieren, sodass Apple gut gerüstet ist, um den Herausforderungen des kommenden Jahres zu begegnen.
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