Nächster Abgang: Apple verliert erneut KI-Experten an Meta

| 8:44 Uhr | 1 Kommentar

Apples Bemühungen um eine führende Rolle im KI-Bereich werden zunehmend zur personellen Zerreißprobe. Wie Bloomberg berichtet, verlässt mit Bowen Zhang erneut ein hochqualifizierter Experte das Unternehmen, um sich Meta anzuschließen. Zhang war Teil des Foundation Models Teams, das bei Apple für die Entwicklung eigener KI-Sprachmodelle zuständig ist. Sein Abgang ist kein Einzelfall, sondern Teil eines klaren Trends.

Meta angelt sich KI-Experten

Wie wir bereits berichtet haben, hatte erst vor kurzem auch Ruoming Pang Apple den Rücken gekehrt. Pang war für das Foundation Models Team verantwortlich. Seither folgten ihm mehrere Kollegen, wozu nun auch Zhang gehört. Nicht nur bei Apple laufen die KI-Experten weg. Dieser Trend ist in der ganzen Branche zu beobachten. Warum? Die Antwort findet sich bei Meta. Mark Zuckerberg umwirbt seit Monaten gezielt Schlüsselkräfte der KI-Branche mit großzügigen Angeboten.

Der Meta-Chef agiert bei der Rekrutierung äußerst entschlossen. Die Gehaltspakete sind beeindruckend. Ruoming Pang soll eine Gesamtvergütung von mehr als 200 Millionen Dollar erhalten haben. Das umfasst nicht nur ein hohes Fixgehalt, sondern auch Aktienoptionen und einen großzügigen Einstandsbetrag. Laut OpenAI-Chef Sam Altman bietet Meta mitunter Signing-Boni von bis zu 100 Millionen Dollar. Selbst bei Apple kommen solche Summen nur im Vorstandsbereich vor.

Während Meta mit vollen Händen investiert, versucht Apple, mit kleinen Anpassungen gegenzuhalten. Die Foundation Models Teams haben zwar eine Gehaltserhöhung erhalten, doch an Metas Niveau reicht das nicht heran. Gleichzeitig gerät Apple beim Thema KI sichtbar ins Hintertreffen. So wurden wichtige Funktionen, die im Rahmen von Apple Intelligence für Siri geplant waren, auf das Jahr 2026 verschoben.

Um das Ruder herumzureißen, hat Apple die Zuständigkeiten neu geordnet. Software-Chef Craig Federighi und Mike Rockwell, bekannt durch seine Arbeit an der Vision Pro, sollen neue Impulse setzen. Intern wird bereits diskutiert, auf externe Modelle wie jene von Anthropic oder OpenAI zurückzugreifen. Das sorgt innerhalb des Unternehmens für gemischte Reaktionen. Teile des Teams verlieren offenbar das Vertrauen in die hauseigene Strategie und sehen sich bereits nach Alternativen um.

Apple muss nun nicht nur technologisch aufholen, sondern auch einen Weg finden, das Personal zu halten bzw. neues Personal anzuheuern. Die Lösung könnte in der Übernahme eines KI-Start-ups liegen. Zuletzt gab es diesbezüglich Spekulationen, dass Apple Perplexity übernehmen könnte.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Peter

    Wenn man bedenkt, dass Siri weiterhin dumm ist und dumm bleibt, wundert mich das gar nicht

    31. Juli 2025 | 16:38 Uhr | Kommentieren

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