Bloomberg: Apple baut US-Fertigung um weitere 100 Milliarden Dollar aus

| 19:30 Uhr | 0 Kommentare

Apple treibt den Ausbau seiner Produktionsstandorte in den USA mit einer weiteren Investition von 100 Milliarden Dollar voran. Die offizielle Ankündigung soll laut Bloomberg in Kürze durch Präsident Trump erfolgen. Mit dem Schritt erhöht sich Apples Gesamtengagement in die US-Industrie auf 600 Milliarden Dollar. Bis dato waren „nur“ 500 Milliarden Dollar bestätigt.

Apple investiert in die USA

Im Fokus steht der Aufbau eines neuen Fertigungsprogramms, das gezielt darauf ausgerichtet ist, zentrale Bestandteile der Lieferkette in die Vereinigten Staaten zu verlagern. In den letzten Jahren hat Apple sein Engagement in den USA stark ausgebaut. Unter anderem plant das Unternehmen eine Serverfarm in Houston und hat eine Zulieferer-Akademie in Michigan gegründet. Zudem arbeitet Apple verstärkt mit lokalen Partnern zusammen.

Die Expansion kommt nicht aus heiterem Himmel. In der Vergangenheit hatte die US-Regierung unter Trump wiederholt Druck auf Apple ausgeübt, die Produktion ins Inland zu holen. Drohungen mit Strafzöllen auf importierte iPhones waren Teil dieser Strategie. Dass Apple nun eine solch massive Investition plant, lässt sich auch als taktisches Manöver deuten, um wirtschaftliche Interessen mit politischer Erwartung in Einklang zu bringen.

Unabhängig von den Motiven dürfte der Schritt erst einmal die politische Lage beruhigen. Dennoch bleibt vorerst offen, ob Apple bereit ist, größere Fertigungsprozesse in die USA zu verlagern, da dies mit höheren Kosten verbunden wäre. Apples Fertigung bleibt somit wahrscheinlich stark auf China und Indien konzentriert. Die globale Lieferkette ist ein Schlüsselfaktor für die Kosten- und Produktionseffizienz des Unternehmens.

Kategorie: Apple

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