USA verdoppeln Zölle auf indische Produkte – Apple vorerst nicht betroffen

| 21:33 Uhr | 0 Kommentare

Die USA verdoppeln die Zölle auf bestimmte indische Produkte auf 50 Prozent. Medienberichten zufolge muss sich Apple zunächst jedoch keine Sorgen machen. Denn iPhones und andere Geräte mit Halbleitern fallen nicht unter diese Abgaben. Damit bleibt Apples wachsende Produktion in Indien vorerst außen vor.

Apple profitiert von Halbleiter-Ausnahme

Schon seit einiger Zeit verlagert Apple Teile seiner Fertigung von China nach Indien. Angesichts der Spannungen zwischen Washington und Peking will Apple seine Lieferketten unabhängiger aufstellen. Das hat in Indien konkrete Formen angenommen. Foxconn und Pegatron, zwei langjährige Partner des Konzerns, haben dort moderne Fertigungsstätten aufgebaut. So entstehen mittlerweile unter anderem alle fünf Modelle des iPhone 16 auch in Indien. Ein Teil bleibt im Land, ein anderer geht in den Export, zum Beispiel in die USA.

Trumps Verdopplung der US-Zölle auf indische Produkte ist Teil einer größeren handelspolitischen Agenda. Dennoch bleibt Apple bisher verschont. Der Grund liegt in einer Ausnahme für Halbleiter und verwandte Produkte. Diese Sonderregelung ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Wenig überraschend, hat Präsident Trump bereits angedeutet, dass niemand mit einem Freifahrtschein rechnen sollte. Neue Abgaben speziell auf Halbleiter sind offenbar in Vorbereitung.

Apple versucht bereits jetzt gegenzusteuern. So will der Konzern nicht nur produzieren, sondern auch politisch punkten. In diesem Jahr versprach Apple, 500 Milliarden Dollar in die US-Wirtschaft zu investieren. Jetzt kommt ein weiteres Vorhaben dazu. Ein neues Fertigungsprogramm soll noch einmal 100 Milliarden Dollar in den Standort USA bringen.

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