Apple tüftelt in seinem Forschungslabor an einem Tischroboter mit intelligenten Bewegungsabläufen und einer Persönlichkeit, die die Art und Weise verändern könnte, wie wir mit unseren Geräten interagieren. Das Konzept erinnert auf den ersten Blick an eine Mischung aus iPad und Pixar-Lampe. Das Gerät verfügt über ein 7-Zoll-Display, das an einem beweglichen Arm befestigt ist, der sich um etwa 15 cm in jede Richtung drehen und ausfahren lässt, sodass sich der Roboter so positionieren kann, dass er die sprechende Person anblickt. Wie Bloomberg nun berichtet, soll Apples Version der Pixar-Lampe im Jahr 2027 auf den Markt kommen.

Tischroboter mit Persönlichkeit
Der Prototyp des Apple-Roboters bewegt sich auf eine Weise, die natürlich wirkt, und reagiert auf menschliche Interaktionen mit einer ausdrucksstarken, fast emotionalen Präsenz. In einem Forschungsvideo zeigte Apples Team, wie eine frühere Version des Tischroboters beispielsweise aus dem Fenster schaut, bevor er eine Frage zum Wetter beantwortet. Ein anderes Mal stupst er einen Becher in Richtung eines Menschen, um ihn daran zu erinnern, etwas zu trinken. Wenn Musik abgespielt wird, tanzt er sogar.
Der Tischroboter soll somit nicht nur eine Steuerzentrale für das Smart Home oder FaceTime werden, sondern ein KI-gestützter Begleiter mit nahezu menschlichem Verhalten. Hierfür soll das Gerät eine erweiterte Version von Siri erhalten. Diese wird nicht nur auf Sprachbefehle reagieren, sondern sich auch Informationen merken, Gespräche führen und proaktiv Vorschläge machen. Als visuelles Interface testet Apple eine animierte Version des Finder-Logos, das Siri ein „Gesicht“ geben soll. Die geplante KI-Integration erinnert stark an Sprachmodelle wie ChatGPT im Voice-Modus. Ziel ist ein echter Dialog mit dem Nutzer, der über einfache Sprachbefehle hinausgeht.
Mark Gurman von Bloomberg beschreibt die sozialen Möglichkeiten des Roboters folgendermaßen:
„Die Idee ist, dass sich das Gerät wie eine Person in einem Raum verhält. Es könnte beispielsweise ein Gespräch zwischen Freunden über Pläne für das Abendessen unterbrechen und Restaurants in der Nähe oder passende Rezepte vorschlagen. Das Gerät soll auch in der Lage sein, Diskussionen über Themen wie Reiseplanung oder die Erledigung von Aufgaben zu führen – ähnlich wie der Sprachmodus von OpenAI.“
Wenn Apple dieses Produkt auf den Markt bringt, wird es sicher nicht billig sein. Gurmans Quellen deuten darauf hin, dass Apple einen Preis von mindestens 1.000 US-Dollar anstrebt. Das ist im Vergleich zu herkömmlichen intelligenten Assistenten ein hoher Preis, aber wenn es Apple tatsächlich schafft, einen Tischroboter auf dem hohen Niveau massenmarkttauglich zu machen, könnte das Unternehmen eine neue Kategorie in der Welt der Smart-Home-Technologie begründen.
Allerdings ist das Projekt noch in der Prototypenphase. Weder das finale Design noch die Markteinführungsstrategie stehen fest. Apple peilt laut Bloomberg zwar das Jahr 2027 für den Marktstart an, doch gerade bei so ambitionierten Geräten ist mit Verzögerungen zu rechnen. Auch die neue, KI-basierte Siri-Version ist noch nicht offiziell verfügbar.
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