Die Verhandlungen um die künftigen Übertragungsrechte der Major League Baseball (MLB) laufen auf Hochtouren. Apple TV+ zählt dabei zu den aussichtsreichsten Kandidaten. Im Zentrum stehen das traditionsreiche „Sunday Night Baseball“ sowie die ersten Playoff-Runden, für die sich Apple ebenso wie NBC und dessen Streamingdienst Peacock besonders stark positioniert.

Fotocredit: Apple
ESPN gibt Rechtepaket ab, Apple wittert Chance
Apple TV+ hat sich in den letzten Jahren als ernstzunehmender Player im Sportstreaming etabliert. Nach dem Einstieg in die Major League Soccer und exklusiven MLB-Übertragungen der regulären Saison strebt Apple nun ein deutlich größeres Stück vom MLB-Kuchen an. Besonders attraktiv ist dabei der Sonntagabend-Slot, der traditionell hohe Zuschauerzahlen bringt.
Den Weg für neue Partner ebnete ESPN. Der US-Sportsender hatte sein MLB-Paket Anfang des Jahres vorzeitig aufgegeben. Enthalten waren neben dem Home Run Derby auch die Übertragungsrechte für „Sunday Night Baseball“ sowie acht bis zwölf Spiele der ersten Playoff-Runde. ESPN zahlte für dieses Paket bislang rund 550 Millionen US-Dollar pro Jahr. Künftig möchte der Sender mit einem neuen, abgespeckten Vertrag wieder einsteigen, etwa mit Spielen unter der Woche.
Verhandlungen laufen
Laut Informationen der New York Times sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Die neuen Verträge sollen zunächst für drei Saisons gelten. Ziel der MLB ist es, durch mehrere Partner den bisherigen Wert der Rechte mindestens zu halten, wenn nicht sogar zu übertreffen. Apple TV+ scheint hier bereit zu sein, kräftig zu investieren.
Mit dem möglichen Zuschlag für diese prestigeträchtigen Inhalte würde Apple TV+ seine Position im Live-Sport deutlich stärken. Für Abonnenten wäre das ein echter Mehrwert, für Apple eine strategisch sinnvolle Erweiterung des Portfolios. Dabei beschränkt sich Apples Interesse am Sport nicht nur auf Baseball oder Fußball. Das Unternehmen hat Berichten zufolge auch ein Angebot in Höhe von 2 Milliarden US-Dollar für die Streaming-Rechte der Formel 1 in Betracht gezogen und Deals mit FIFA-Turnieren und NFL-Inhalten geprüft.
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