Als Apple den iMac auf den Markt brachte, war das mehr als nur die Einführung eines neuen Rechners. Es war der Wendepunkt für ein damals angeschlagenes Unternehmen. Die erste Generation des iMac wurde am 7. Mai 1998 vorgestellt und am 15. August 1998 ausgeliefert. Damit feiert der iMac nicht nur seinen 27. Geburtstag, sondern bleibt zugleich die einzige Computerreihe aus dieser Ära, die man auch heute noch neu kaufen kann. Der Grund dafür liegt nicht nur in der Technik. Entscheidend ist die konsequente Umsetzung eines All-in-One-Konzepts, bei dem Design und Funktion untrennbar miteinander verbunden sind.

Fotocredit: Apple
Eine Erfolgsgeschichte
Der erste iMac war in verschiedenen Farben erhältlich und sorgte mit seinem transparenten Gehäuse für Aufsehen. Microsofts Bill Gates sah darin lediglich, dass Apple bei den Farben vorne liege. Doch diese Unterschätzung zeigte genau, wie wenig viele Konkurrenten verstanden hatten, worauf es den Nutzern ankommt. Apple wollte nicht nur ein Statussymbol liefern, sondern ein klares Bekenntnis dazu, dass Technik einfach, schön und benutzerfreundlich sein darf.
Im Jahr 1998 folgte auf die Präsentation durch Steve Jobs ein Verkaufsstart, der die Richtung für die kommenden Jahrzehnte vorgab. Der iMac war mehr als nur ein G3-Prozessor mit 233 MHz und 15-Zoll-Display. Er war ein neues Lebensgefühl in der Computerwelt. Apples neuster Computer zeigte sich charmant, zugänglich, aber nie anbiedernd, was auch Jeff Goldblum in einer Werbekampagne „bestätigte“.
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Schon früh veränderte Apple das Design mehrfach, ohne sich zu sehr von der Grundidee zu entfernen. 2002 kam der ikonische „Lampenarm“-iMac, 2004 dann die bis heute bekannte flache Bauform mit dem markanten „Kinn“. 2007 wurde Aluminium zum neuen Standard, 2012 wurde das Gehäuse nochmals verschlankt.
Der Profi-iMac und Apple Silicon
Mit dem 2017er iMac Pro bediente Apple auch Power-User, die vom Mac Pro enttäuscht waren. Trotz High-End-Innenleben blieb das Äußere fast unverändert. Es war eine Art Zwischenlösung, bis der neue Mac Pro kam. Danach verschwand der iMac Pro genauso leise, wie er gekommen war.
Erst im Jahr 2021, mit dem Umstieg auf Apple Silicon, wurde das Design wieder gründlich überarbeitet. Der M1 iMac kam in Pastellfarben, mit schlankerem Gehäuse und ohne Apple-Logo auf der Front. Er blieb eindeutig ein iMac, sah aber moderner aus. Auffällig war jedoch das Fehlen der 27-Zoll-Variante, die viele als idealen Kompromiss zwischen Platz und Leistung geschätzt hatten. Es halten sich die Gerüchte, dass Apple wieder einen größeren iMac auf den Markt bringen wird, doch die Fans warten bis heute vergeblich.
Die Umstellung auf Apple Silicon war technisch ein Meilenstein. Die M1, M3 und mittlerweile M4 Chips bringen spürbar mehr Leistung, gerade bei anspruchsvollen Aufgaben. Der iMac profitiert davon in Geschwindigkeit und Energieeffizienz, ohne dabei seinen Charakter zu verlieren.
Zeitlos durch Konsequenz
Apple geht es nicht nur um reine Rechenleistung. Der iMac soll sich wie ein natürlicher Teil des Alltags anfühlen. Hierfür legt das Unternehmen großen Wert darauf, dass das Gefühl entsteht, direkt mit dem Inhalt zu interagieren. Nichts lenkt vom Wesentlichen ab, das Gerät tritt in den Hintergrund.
„Form follows function“ beschreibt treffend, warum der iMac seit 1998 relevant geblieben ist. Apple hat nie versucht, den iMac neu zu erfinden, sondern ihn beständig weiterentwickelt. Immer mit dem Ziel, Technik für Menschen zugänglich zu machen. In einer Branche, die oft kurzfristigen Trends folgt, ist diese Kontinuität bemerkenswert.
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