Apple hat das Ziel ausgerufen, dass bis zum Jahr 2030 jedes Produkt CO2-neutral sein soll, inklusive der gesamten globalen Lieferkette und der Verwendung aller von Apple hergestellten Produkte über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Seit Ende 2023 bewirbt Apple einen Teil der Apple Watch Familie als CO2-neutral. Eine erfolgreiche Klimaklage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) führt nun dazu, dass Apple seine Apple Watch nicht mehr wie bisher als CO2-neutral bewerben darf.

Apple darf Apple Watch in Deutschland nicht mehr als CO2-neutral bewerben
Wie die Deutschen Umwelthilfe heute per Pressemitteilung bestätigt hat, hat das Landgericht Frankfurt am Main der Unterlassungsklage der DUH gegen die Apple Distribution International Ltd. stattgegeben (Az. 3-06 O 8/24). Der Technologiekonzern bewirbt drei seiner Smartwatch-Modelle als „CO2-neutrales Produkt“ und behauptet, die bei der Produktion der Uhren entstehenden CO2-Emissionen würden durch „naturbasierte“ Kompensationsprojekte ausgeglichen.
In der Mitteilung heißt es
Im Laufe des seit 2024 geführten Gerichtsverfahrens hat sich der Verdacht der DUH allerdings bestätigt: Das Unternehmen setzt zur Kompensation seiner verbliebenen CO2-Emissionen auf Eukalyptus-Monokulturen in Paraguay, für die Pachtverträge schon 2029 auslaufen und eine Nachnutzung nicht sichergestellt ist. Eine neutrale CO2-Emissionsbilanz lässt sich damit nicht erreichen. Die Werbung ist wegen der kurzen Projektlaufzeit nicht haltbar, wie nun auch das Gericht urteilte. Die von Apple genannten Pufferkonten, die den Verlust der Pachtflächen nach dem Vertragsende ausgleichen sollen, sind ebenfalls ungeeignet, um eine ausreichende Sicherheit der Bindung der gespeicherten Emissionen zu gewährleisten, so das Landgericht.
Eukalyptusmonokulturen sind keine naturbelassenen Wälder. Sie werden durch den regelmäßigen Einsatz von Ackergiften wie dem Bienenkiller Fipronil erhalten. Die schnellwachsenden Bäume verbrauchen enorme Mengen an Wasser und sind in Dürreperioden sehr leicht entzündlich, was die dauerhafte Kohlenstoffspeicherung durch solche Projekte noch zusätzlich in Frage stellt.
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