iPhone Air erhält Porträtfunktion für alle Motive

| 8:22 Uhr | 0 Kommentare

Das neue iPhone Air mag auf den ersten Blick mit nur einem Kameraobjektiv auf der Rückseite bescheiden wirken. Doch Apple hat tief in die Softwaretrickkiste gegriffen und dem Modell eine Kamera-Funktion spendiert, die man bisher nur von den teureren iPhones kannte. Frühere Modelle mit Einzelkamera mussten bei der Porträtfotografie stets Abstriche machen. Wie sich nun ehrausstellt, sind diese Zeiten nun vorbei.

Fotocredit: Apple

Warum der Porträtmodus bisher wählerisch war

Seit dem iPhone XR ermöglicht Apple Porträtaufnahmen auch ohne ein zweites Objektiv. Die Technologie basiert auf maschinellem Lernen, um Personen und später auch Haustiere zu erkennen und den Hintergrund künstlich unscharf zu zeichnen. Das funktionierte gut, aber hatte eine klare Grenze. Wer versuchte, eine Blume oder sein Mittagessen kunstvoll in Szene zu setzen, wurde enttäuscht. Der Grund dafür war rein technischer Natur. Die Software war darauf trainiert, gezielt Gesichter zu erkennen. Fand der Algorithmus kein solches Muster, berechnete er keine Tiefeninformationen für die Unschärfe, woraufhin sich der Modus schlichtweg nicht aktivierte. Diese Einschränkung zog sich durch die SE-Modelle bis hin zum iPhone 16e.

Volle Porträtfreiheit für jedes Motiv

Mit dem iPhone Air ändert sich das grundlegend, denn das Gerät erhält den vollen Funktionsumfang des Porträtmodus der nächsten Generation, wie er mit dem iPhone 15 eingeführt wurde. Die wichtigste Neuerung ist, dass nun jedes Motiv „porträtiert“ werden kann. Endlich gelingen also auch beeindruckende Aufnahmen vom kunstvoll angerichteten Frühstück oder dem geliebten Oldtimer mit professionell wirkendem Bokeh. Darüber hinaus profitieren die Fotos von schärferen Details, lebendigeren Farben und einer deutlich besseren Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen.

Porträteffekt einfach nachträglich hinzufügen

Eine weitere nützliche Fähigkeit des neuen Systems ist die automatische Erfassung von Tiefeninformationen im normalen Fotomodus. Das bedeutet, ihr müsst euch nicht mehr vor der Aufnahme für oder gegen den Porträtmodus entscheiden. Wenn ihr ein Foto schießt und später feststellt, dass ein unscharfer Hintergrund das Motiv besser zur Geltung gebracht hätte, könnt ihr diesen Effekt einfach in der Fotos-App hinzufügen, wie es auch bei den Pro-Modellen möglich ist. Sogar der Fokuspunkt lässt sich nachträglich verschieben. Ein Foto kann so gerettet oder kreativ völlig neu gestaltet werden.

Das iPhone Air mit Vertrag kann seit Freitag vorbestellt werden.

Kategorie: iPhone

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