Mit den neuesten Updates für iOS, iPadOS und macOS erhalten wir einige neue Apple Intelligence Funktionen, die unseren digitalen Alltag erleichtern sollen. Doch was genau steckt in dem großen KI-Update und wie verändert es die Nutzung unserer Apple-Geräte?

Fotocredit: Apple
Live-Übersetzung
Eine der eindrucksvollsten Neuerungen ist die Live-Übersetzung. Die neue Funktion ist direkt in die Telefon-App, FaceTime und Nachrichten integriert und soll dabei helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Das System übersetzt Telefonate in Echtzeit, wodurch Gespräche auch dann verständlich werden, wenn die Beteiligten unterschiedliche Sprachen sprechen. Bei FaceTime-Anrufen werden die Übersetzungen als Live-Untertitel eingeblendet, während man weiterhin die Stimme des Gegenübers hört. In der Nachrichten-App tippt man wie gewohnt eine Nachricht und das System übersetzt sie automatisch in die Sprache des Empfängers und umgekehrt. Da die gesamte Verarbeitung auf dem Gerät stattfindet, bleiben private Gespräche auch privat.
Visuelle Intelligenz
Die visuelle Intelligenz erhält ein großes Upgrade. Mit der Funktion kann man mehr über die Inhalte auf dem eigenen Bildschirm erfahren. Wer beispielsweise in einem Film ein Paar Schuhe entdeckt, das ihm gefällt, kann einfach die Tastenkombination für einen Screenshot verwenden, das Objekt markieren und online nach ähnlichen Produkten suchen lassen. Das funktioniert nicht nur mit Google, sondern auch mit Apps wie eBay oder Etsy. Die Funktion geht aber noch weiter. Man kann sich Texte auf dem Bildschirm zusammenfassen oder übersetzen lassen oder Informationen direkt in andere Apps übernehmen.
Genmoji und Image Playground
Auch die kreativen Werkzeuge Genmoji und Image Playground erhalten nützliche Verbesserungen. Nutzer können Emojis jetzt noch detaillierter kombinieren und mit Beschreibungen verfeinern, um einzigartige Genmojis zu erschaffen. Image Playground wird zudem um neue Stile erweitert.
Workout Buddy
Apples Workout Buddy analysiert die persönlichen Trainingsdaten wie Herzfrequenz, Tempo oder bisherige Erfolge und gibt während des Workouts motivierendes Feedback über die Kopfhörer. Das Besondere daran ist die dynamische generative Stimme, die auf den Stimmdaten von Fitness+ Trainern basiert. Sie passt ihre Energie und ihren Ton an das jeweilige Workout an und fühlt sich dadurch erstaunlich menschlich an. Auch hier sorgt die Verarbeitung auf dem Gerät dafür, dass die sensiblen Gesundheitsdaten geschützt bleiben. Zunächst startet der Workout Buddy auf Englisch und unterstützt die gängigsten Trainingsarten.
Kurzbefehle und Drittanbieterzugriff
Die Kurzbefehle-App wird durch Apple Intelligence deutlich leistungsfähiger. Nutzer können jetzt intelligente Aktionen nutzen, um komplexe Automationen zu erstellen. So lässt sich beispielsweise ein Audiotranskript mit getippten Notizen vergleichen oder der Inhalt eines PDF-Dokuments zusammenfassen und die wichtigsten Details automatisch in eine Tabelle eintragen. Entwickler erhalten zudem Zugriff auf Apples Sprachmodell, das auf dem Gerät läuft. Dadurch können Apps von Drittanbietern ebenfalls intelligente Funktionen anbieten, ohne dass Nutzerdaten das Gerät verlassen müssen.
Datenschutz
Bei all diesen neuen Funktionen legt Apple großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre. Viele Modelle laufen vollständig auf dem Gerät. Für komplexere Anfragen, die mehr Rechenleistung erfordern, kommt Private Cloud Compute zum Einsatz. Dabei werden die Daten in eine sichere Cloud-Umgebung gesendet, aber laut Apple weder gespeichert noch für andere Zwecke verwendet.
Verfügbarkeit
Die neuen Funktionen von Apple Intelligence sind ab sofort als kostenloses Softwareupdate mit iOS 26, iPadOS 26, macOS Tahoe 26, watchOS 26 und visionOS 26 verfügbar. Einige Funktionen sind möglicherweise nicht in allen Regionen oder allen Sprachen verfügbar.
Warum kommt die Live-Übersetzung in der EU noch nicht ?
Ist eigentlich ganz einfach , Google macht es in der Cloud und alles auf ihren Servern da haben die Dienste eben schon lange die Möglichkeit Daten abzugreifen. Apple macht es auf dem iPhone und gewährt hier keinen Zugang für zB. den BND. Da bleibt der Streit mit der EU nicht aus und Apple lässt es dann lieber.