Meta-Chef Mark Zuckerberg hat die neuesten Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Ray-Ban vorgestellt und gleich zwei neue Modelle smarter Brillen enthüllt. Dabei verfolgt Meta zwei unterschiedliche Ansätze. Einerseits gibt es mit der Ray-Ban Meta der zweiten Generation eine konsequente Weiterentwicklung des bekannten Konzepts. Andererseits wagt man mit der Meta Ray-Ban Display einen mutigen Schritt in die Zukunft der Smartglasses.

Fotocredit: Meta
Meta Ray-Ban Display
Die neue Meta Ray-Ban Display ist zweifellos das aufregendere der beiden Modelle. Auf den ersten Blick sieht sie wie eine gewöhnliche Brille aus, doch im Inneren steckt Technik, die es in sich hat. Ein kleines, hochauflösendes Farbdisplay ist dezent in der rechten Seite des Brillenglases untergebracht. Es aktiviert sich nur bei Bedarf und lenkt im ausgeschalteten Zustand nicht von der normalen Sicht ab. Dort können dann Benachrichtigungen, Fotos oder sogar Live-Übersetzungen angezeigt werden, ohne dass man zum Smartphone greifen muss.
Anstatt auf berührungsempfindliche Brillen-Bügel zu setzen, liefert Meta ein spezielles Armband mit, das sogenannte Neural Band. Dieses Band erkennt feinste Muskelbewegungen am Handgelenk und wandelt sie in Steuerbefehle um. Ein leichtes Wischen mit dem Daumen genügt, um durch Menüs zu navigieren. Was zunächst kompliziert klingt, soll sich nach kurzer Eingewöhnung vollkommen intuitiv anfühlen. Meta hat nach eigenen Angaben vier Jahre in die Entwicklung dieser Technologie investiert, die auf dem Material Vectran basiert. Das Material ist so stabil wie Stahl, aber flexibel genug für ein Armband und wurde bereits beim Mars-Rover eingesetzt.
Technisch ist die Brille relativ gut ausgestattet. Das Display löst mit 600 x 600 Pixeln auf und erreicht eine Helligkeit von bis zu 5.000 Nits, was auch bei direkter Sonneneinstrahlung für eine gute Ablesbarkeit sorgen soll. Für den Ton sind offene Lautsprecher in den Bügeln verbaut, während ein System aus fünf Mikrofonen für eine klare Sprachaufnahme bei Anrufen sorgt. Eine 12-Megapixel-Kamera für Fotos und Videos ist ebenfalls integriert. Der Akku soll bei gemischter Nutzung bis zu sechs Stunden durchhalten, mit dem Ladecase sind es insgesamt 30 Stunden. Die Brille verbindet sich über WiFi 6 und Bluetooth 5.3 mit iPhones und Android-Geräten. Zum Start ist sie für 799 Dollar in den USA erhältlich, Europa muss sich allerdings noch bis Anfang 2026 gedulden.
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Ray-Ban Meta (Gen 2)
Wer nicht so lange warten möchte, findet in der zweiten Generation der Ray-Ban Meta eine solide Alternative. Hier hat Meta vor allem an den Schwachstellen des Vorgängers gearbeitet. Die wohl wichtigste Verbesserung betrifft die Akkulaufzeit, die sich auf bis zu acht Stunden verdoppelt hat. Damit wird die Brille endlich voll alltagstauglich. Mit dem zugehörigen Ladecase kommt man sogar auf eine Gesamtlaufzeit von 48 Stunden.
Auch die Videoqualität wurde deutlich verbessert. Aufnahmen sind nun in 3K Ultra HD mit HDR und bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich, was für sichtbar schärfere und flüssigere Videos sorgt. Per Softwareupdate sollen später noch Zeitraffer und Zeitlupenaufnahmen folgen. Eine interessante Neuerung ist die Gesprächsfokussierung. Die Funktion filtert störende Umgebungsgeräusche heraus und verstärkt die Stimme des Gesprächspartners. Das dürfte besonders in lauten Umgebungen wie Cafés oder auf Veranstaltungen nützlich sein. Erfreulicherweise wird das Feature auch für die erste Generation der Brille nachgereicht.
Die Live-Übersetzung wurde ebenfalls erweitert und unterstützt nun auch Deutsch. Damit beherrscht die Brille insgesamt sechs Sprachen. Die Sprachpakete können heruntergeladen werden, sodass die Übersetzung auch ohne Internetverbindung funktioniert. Preislich startet die neue Generation bei 379 Dollar. In Deutschland schlägt das Modell allerdings mit 499 Euro zu Buche.
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