Der Herbst steht bei Amazon traditionell im Zeichen neuer Hardware und auch dieses Jahr bildet hier keine Ausnahme. Das Unternehmen hat sein Portfolio rund um die smarten Echo Lautsprecher und dem Kindle Scribe spürbar überarbeitet. Im Fokus stehen dabei vor allem ein deutlich verbesserter Klang und der lang erwartete Einzug von Farbe in die Welt der digitalen Notizbücher.

Fotocredit: Amazon
Echo Dot Max
Den Anfang macht das kleinste Modell der Echo-Familie, das nun merklich erwachsen wird. Der neue Echo Dot Max löst den bisherigen Echo Dot der fünften Generation ab und bringt eine komplett überarbeitete Akustik mit. Amazon hat sich den Klang seines kompaktesten Lautsprechers vorgenommen und ihm deutlich mehr Tiefe verliehen. Der Bass soll fast dreimal so stark sein wie beim Vorgänger, eine Information, die man vielleicht nicht unbedingt mit den Nachbarn teilen sollte. Erreicht wird das durch ein Zwei Wege Lautsprechersystem, das erstmals in einem Dot zum Einsatz kommt. Ein dedizierter Hochtöner sorgt für klare Höhen, während ein neuer Tieftöner die Bässe liefert.
Unter der Haube werkelt der neue AZ3 Chip, eine Eigenentwicklung von Amazon. Der Prozessor verbessert die Gesprächserkennung, sodass Alexa ihre Nutzer auch aus der anderen Ecke des Raumes oder bei laufendem Fernseher besser verstehen soll. In Kombination mit besseren Mikrofonen wurde die Zuverlässigkeit bei der Erkennung des Aktivierungswortes laut Amazon um fast fünfzig Prozent erhöht. Der Echo Dot Max ist damit auch für zukünftige KI-Anwendungen gerüstet, die mehr lokale Rechenleistung erfordern (Stichwort: Alexa+). Mit einem Preis von 109,99 Euro spielt der kleine Lautsprecher allerdings auch in einer neuen Liga.
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Echo Studio
Wer nach dem bestmöglichen Klang in Amazons Sortiment sucht, wird beim neuen Echo Studio fündig. Auch hier stand die Audioqualität im Mittelpunkt der Entwicklung. Obwohl das neue Modell um vierzig Prozent kleiner ist als sein Vorgänger, verspricht Amazon einen nochmals verbesserten raumfüllenden Klang. Drei Breitband-Treiber und ein Hochleistungs-Tieftöner erzeugen ein breites Klangbild und unterstützen 3D-Audioformate wie Dolby Atmos. Im Inneren arbeitet der AZ3 Pro Chip, eine leistungsfähigere Variante des Prozessors aus dem Dot Max. Auch der Echo Studio ist damit für kommende Generationen von Alexa und generativer KI vorbereitet. Der Echo Studio ist ab sofort bei Amazon für 239,99 Euro vorbestellbar.
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Echo Show 8 und Echo Show 11
Auch die smarten Displays der Echo-Familie erhalten ein Upgrade. Die neuen Modelle Echo Show 8 und Echo Show 11 bekommen über ihren verbesserten Bildschirm hinaus ein überarbeitetes Audiosystem. Beide verfügen über nach vorn gerichtete Stereolautsprecher sowie einen zusätzlichen Tieftöner für einen raumfüllenden Klang. Die Treiber sind geschickt unter den Displays platziert und strahlen den Ton so direkt nach vorne ab. Der Echo Show 8 kostet 199,99 Euro, der Echo Show 11 liegt bei 239,99 Euro.
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Heimkino einfach gemacht
Eine interessante Neuerung ist die Möglichkeit, verschiedene Echo Geräte zu einem Heimkinosystem zu kombinieren. Bis zu fünf Echo Studio oder Echo Dot Max Lautsprecher lassen sich nun drahtlos mit einem kompatiblen Fire TV Gerät verbinden. So entsteht ein vollwertiges 5.1 Surround System, ohne dass man dafür die Lautsprecher verkabeln oder einen AV Receiver einrichten muss. Das dürfte den Aufbau eines beeindruckenden Kinoerlebnisses zu Hause deutlich vereinfachen.
Kindle Scribe Colorsoft
Mit dem Kindle Scribe Colorsoft stellt Amazon sein erstes E-Ink Tablet mit Stift und Farbdisplay vor. Das Gerät richtet sich an alle, die digitale Notizen anfertigen, Dokumente bearbeiten oder zeichnen möchten, ohne dabei von Apps und Benachrichtigungen eines klassischen Tablets abgelenkt zu werden.
Die spezielle Colorsoft Displaytechnologie soll Farben optimiert darstellen, ohne dass die Details verwaschen wirken. Eine neue Rendering Engine sorgt für eine flüssige und natürliche Schreiberfahrung. Trotz des Farbdisplays verspricht Amazon eine Akkulaufzeit von mehreren Wochen. Mit einem Preis von 649,99 Euro inklusive Premium Eingabestift ist der Kindle Scribe Colorsoft klar als Produktivitätswerkzeug positioniert.
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Kindle Scribe
Auch der klassische Kindle Scribe mit Schwarz-Weiß-Display wurde verbessert. Er ist dünner und leichter geworden. Zudem macht ihn ein neuer Prozessor vierzig Prozent schneller. Das Schreiben und Umblättern auf dem großen 11 Zoll Display soll sich dadurch noch mehr wie auf echtem Papier anfühlen. Der Kindle Scribe ist ab 519,99 Euro erhältlich. Die Variante ohne Frontlicht kostet 449,99 Euro.
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Das gesamte Kindle Scribe Lineup erhält zudem eine Reihe neuer Softwarefunktionen. Der Startbildschirm wurde überarbeitet und Cloud-Dienste wie Google Drive und Microsoft OneDrive sind nun integriert. Dokumente lassen sich einfach importieren und mit Anmerkungen versehene PDFs wieder exportieren. Notizen können sogar direkt an OneNote gesendet werden. Eine KI gestützte Suche erlaubt es auch, handschriftliche Notizen in natürlicher Sprache zu durchsuchen und auf Wunsch einfache Zusammenfassungen zu erstellen. Mit zehn Stiftfarben und einem neuen Schattierungswerkzeug werden bei der Gelegenheit auch die kreativen Möglichkeiten erweitert.
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