Samsung betritt den Mixed Reality Markt mit dem neuen Galaxy XR Headset. Mit 1.800 Dollar ist es fast 1.700 Dollar günstiger als das Basismodell der neuen M5 Apple Vision Pro. Samsung platziert sich damit bewusst in der Lücke zwischen den günstigeren Meta Quest Geräten und Apples Premium-Angebot.

Fotocredit: Samsung
Fokus auf Ergonomie und Gewicht
Ein zentrales Verkaufsargument ist das Gewicht. Mit 545 Gramm ist das Galaxy XR spürbar leichter als die Vision Pro, die je nach Konfiguration bis zu 800 Gramm wiegen kann. Ein spezieller Rahmen soll den Druck gleichmäßig auf Stirn und Hinterkopf verteilen, um den Komfort bei langer Nutzung zu erhöhen. Ein abnehmbarer Lichtschutz kann die Immersion vertiefen oder für mehr Offenheit entfernt werden.
Technik unter der Haube
Bei der Anzeige verbaut Samsung zwei 4K Micro-OLED Displays mit einer Auflösung von 3.552 x 3.840 Pixeln. Die Vision Pro bietet 3.400 x 3.400 Pixel pro Auge, bei einem ähnlichen horizontalen Sichtfeld von 109 Grad. Die Standard-Bildwiederholrate liegt bei Samsung bei 72 Hz, kann aber auf 60 Hz oder 90 Hz angepasst werden, während die Vision Pro meist mit 90 Hz operiert.
Samsung vertraut als Antrieb auf den Snapdragon XR2+ Gen 2 Chip von Qualcomm, dem bei Apple die leistungsstarke Kombination aus M5 und R1 Chip gegenübersteht. Beim Arbeitsspeicher herrscht Gleichstand. Beide Konkurrenten starten mit 16 GB RAM und 256 GB internem Speicher.
Wie die Vision Pro ist auch das Galaxy XR Headset vollgepackt mit Kameras. Bei Samsung filmen zwei hochauflösende Kameras die Außenwelt für den Passthrough-Modus. Sechs weitere Kameras erfassen die Umgebung für das Tracking. Vier Innenkameras dienen dem Eye Tracking und ermöglichen die Authentifizierung per Iriserkennung. Samsung integriert auch eine 6,5-Megapixel-Kamera für die Aufnahme von 3D-Fotos und Videos.
Android XR und der externe Akku
Die Energieversorgung erinnert stark an Apples Lösung. Das Galaxy XR Headset nutzt einen separaten, externen Akku. Dieser liefert Energie für etwa zwei Stunden, bei reiner Videowiedergabe bis zu 2,5 Stunden. Apple gibt für sein Headset eine allgemeine Nutzung von bis zu 2,5 Stunden an. Bei der Videowiedergabe hält der Energiespender 3 Stunden durch.
Als Betriebssystem läuft Android XR, eine Plattform, die Samsung gemeinsam mit Google und Qualcomm entwickelt hat. Hier bleibt abzuwarten, ob Samsung an den mittlerweile gereiften visionOS herankommen wird.
Gemini als zentraler KI-Assistent
Die größte Neuerung ist die tiefe Integration von Googles Gemini KI in Android XR. Gemini ist auf Systemebene verankert und soll als „neuer KI-Begleiter“ dienen. So kann die KI die Umgebung über Kameras und Mikrofone verstehen. Nutzer können Gemini beispielsweise bitten, Objekte in der realen Welt zu identifizieren, indem sie einfach mit der Hand einen Kreis darum zeichnen. Auch 2D-Fotos soll die KI automatisch in räumliche Bilder umwandeln können, was an Apples räumliche Fotos erinnert.
Preis und Verfügbarkeit
Das Samsung Galaxy XR ist ab sofort in den USA für 1.799,99 Dollar verfügbar. Zum Start erhalten Käufer diverse Google Dienste wie YouTube Premium und Google Play Pass für 12 Monate kostenlos. Optionales Zubehör ist ebenfalls erhältlich. Eine Reisetasche und ein separater Controller kosten jeweils 250 Dollar extra. Wann das Galaxy XR Headset auch in Deutschland erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt.
Oh mein Gott diese Billigen Fakes immer. Können die Mitbewerber sich nicht endlich mal ein eigens Design entwerfen immer nur bei den guten abschauen und selbst nichts investieren, das ist so billig wenn ich so etwas sehe