Obwohl das iPhone Air nur über eine physische Hauptkamera verfügt, bewirbt Apple diese geschickt als ein vielseitiges System. Durch computergestützte Fotografie wird der hochauflösende Sensor genutzt, um verschiedene klassische Brennweiten und sogar einen zweifachen Tele-Zoom zu erzeugen. Der bekannte Fotograf Tyler Stalman hat diese Behauptung nun in der Praxis überprüft und liefert eine aufschlussreiche Analyse. Seine Ergebnisse zeigen deutlich, wo das iPhone Air glänzt und wann die Grenzen des einzelnen Objektivs sichtbar werden.

Fotocredit: Apple
Die Hauptkamera im Alltag
Das 48 Megapixel Fusion-Kamerasystem des iPhone Air agiert laut Apple wie vier Objektive in einem. Neben dem Hauptobjektiv mit wählbaren Brennweiten von 28 und 35 Millimetern gibt es ein optisches Zweifach-Teleobjektiv. Wie Apple erklärt, fängt der große Quad-Pixel-Sensor zusammen mit der optischen Bildstabilisierung mit Sensorverschiebung auch bei schwachem Licht beeindruckende Details ein. Eine neue Bildverarbeitungspipeline ermöglicht zudem Porträts auf einem neuen Niveau. Tiefeninformationen werden automatisch erfasst, sodass jedes Foto nachträglich in der Fotos-App in ein Porträt verwandelt wird.
Soweit zur Marketing-Theorie. Tyler Stalman hat sich die Hauptkamera von Apples iPhone Air genau unter die Lupe genommen. Dabei kommt er zu einer überraschenden Feststellung.
Für die meisten alltäglichen Aufnahmen liefert die Hauptkamera des iPhone Air eine beeindruckende Leistung. Stalman stellt fest, dass die Bildqualität bei normaler Vergrößerung kaum von der des iPhone 17 Pro zu unterscheiden ist. Ein kleines Detail fiel dem Fotografen bei genauer Betrachtung jedoch auf. An den Rändern von Fotos kann Text manchmal leicht verschwimmen.
Wo die Pro-Modelle punkten
Die wahren Unterschiede zeigen sich bei spezielleren Fotoanforderungen. Dem iPhone Air fehlt ein dediziertes Makroobjektiv, was sich in einem größeren Mindestfokusabstand bemerkbar macht. Man kann also nicht so nah an Objekte herangehen wie mit einem iPhone 17 Pro. Wer gerne Details von Blumen oder kleinen Gegenständen fotografiert, wird hier schnell an die Grenzen stoßen. Ähnliches gilt für das fehlende Teleobjektiv. Ohne optischen Zoom sind Porträts mit schöner Hintergrundunschärfe schwieriger zu realisieren und weit entfernte Motive lassen sich nicht verlustfrei heranholen.
Fehlende Profi-Features
Stalman hebt auch einige Software- und Hardwareunterschiede hervor, die vor allem für professionelle Anwender relevant sind. Dem iPhone Air fehlen ProRAW für Fotos und Apple Log für Videos. Beide Formate bieten in der Nachbearbeitung deutlich mehr Flexibilität, sind aber für die Zielgruppe des Air-Modells weniger entscheidend.
Ein weiterer Punkt ist der USB-Anschluss. Das iPhone Air unterstützt nur USB 2 Geschwindigkeiten während das iPhone 17 Pro mit USB 3 deutlich schnellere Datenübertragungen ermöglicht. Für Fotografen, die oft große Dateien auf einen Computer übertragen, ist dieser Unterschied im Arbeitsalltag durchaus spürbar.
Stalmans Fazit ist klar. Das iPhone Air ist ein ausgezeichnetes Smartphone, dessen Kamera für die meisten Nutzer mehr als ausreicht. Wer jedoch spezielle fotografische Ambitionen hat oder professionelle Arbeitsabläufe pflegt, wird die zusätzlichen Möglichkeiten der Pro-Modelle vermissen.
Nachfolgend das Video zum ausführlichen Test von Tyler Stalman:
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Formfaktor 6.5, Gewicht und Design überzeugen beim iPhone Air vollends, alles Dinge die täglich und bei jeder Nutzung präsent sind. Das Air richtet sich nicht an Nerds oder Technikfreaks dafür gibt es Pro Modelle und für jene die auf Preis/Leistung Wert legen Standardmodelle. Wer Air, Standard und Pro Linie untereinander vergleicht um die Geräte zu kritisieren, hat definitiv das Line up von Apple nicht verstanden.
Schade. Der Artikel ist so lang. Es gibt neben einer langen Einleitung und zwei Kapieln negativer Aspekte, nur EINEN positiven Satz. Und dieser ist so allgemein, dass man gar nichts daraus mitnehmen kann.