Apple vs. Prosser: Gerichtsakte enthüllt Zahlungsdetails zum iOS 26 Leak

| 14:35 Uhr | 1 Kommentar

Im Rechtsstreit zwischen Apple und dem Leaker Jon Prosser gibt es Neuigkeiten. Ein Gerichtsdokument von Michael Ramacciotti, dem Mitangeklagten, offenbart nun Details zu einer Geldzahlung. Der Fall selbst dreht sich um Videos, die Prosser über eine frühe Version von iOS 26 veröffentlichte.

Fotocredit: Apple

Der Kern des Rechtsstreits

Apple verklagte im Juli den YouTuber Jon Prosser wegen zweier Videos, in denen er Details zum späteren Liquid Glass Design zeigte. Laut Apple ermöglichte Michael Ramacciotti diese Veröffentlichungen, indem er sich Zugang zum Entwickler-iPhone eines Apple-Mitarbeiters verschaffte. Ethan Lipnik, ein Freund von Ramacciotti, arbeitete bei Apple und besaß das betreffende Gerät.

Apple wirft Prosser vor, Ramacciotti eine Bezahlung versprochen zu haben, falls dieser Zugriff auf Lipniks iPhone gewährt. Letztendlich wirft Apple Prosser und Ramacciotti eine koordinierte Verschwörung zum Diebstahl vertraulicher Informationen vor.

Während Ramacciotti zwei Fristverlängerungen beantragte und erhielt, verpasste Prosser die Frist zur Stellungnahme komplett. Prosser selbst behauptet jedoch, in aktivem Austausch mit Apple zu stehen.

Ramacciottis Verteidigungsstrategie

In seiner nun eingereichten Stellungnahme weist Ramacciotti die meisten Vorwürfe zurück oder bestreitet sie. Er räumt zwar den Zugriff auf Lipniks iPhone ein, bestreitet aber jede koordinierte Absprache mit Prosser. Die entscheidende Enthüllung im aktuellen Fall betrifft jedoch eine erfolgte Bezahlung. Prosser überwies Ramacciotti nach dem FaceTime-Gespräch, in dem die neuen iOS-Features gezeigt wurden, 650 Dollar. Laut Ramacciotti gab es jedoch keine vorherige Vereinbarung oder Zusage für diese Bezahlung.

Seine Verteidigung betont zudem, Ramacciotti habe nicht gewusst, dass Prosser den FaceTime-Anruf aufzeichnete. Zudem habe er die Sensibilität der Situation unterschätzt, da Lipnik ihm zuvor bereits die neuen iOS-Features auf dem Entwickler-iPhone gezeigt hatte.

Bemerkenswert ist die Wortwahl in Ramacciottis Schriftsatz. Mehrfach bezeichnet er Prosser als „säumigen Beklagten Jon Prosser“. Diese bewusste sprachliche Distanzierung dient offensichtlich dem Zweck, sich vom Mitangeklagten abzugrenzen, obwohl beide im selben Verfahren stehen. Dabei versucht Ramacciotti den Fall, als individuelle Fehleinschätzung darzustellen, nicht als geplante Verschwörung.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Gast1

    Geld hat Apple genug , Schadensersatz ist also nicht der Grund der Klage . Aber ich muss sagen das mir mein Gedanke gefällt das solche Leute wie Prosser mal für ein Weilchen weggeschlossen werden . Mir kamen da so 6 Mon. in den Sinn . Was ist das überhaupt für ein Berufszweig , Leaker ?
    Andere Menschen zu einer Straftat zu bewegen für einen Betrag X.

    31. Okt. 2025 | 14:46 Uhr | Kommentieren

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