Apple Watch könnte WLAN-Synchronisation in der EU mit iOS 26.2 verlieren

| 14:55 Uhr | 3 Kommentare

Apple entfernt wahrscheinlich mit iOS 26.2 eine Funktion für europäische Nutzer. So berichtet Numerama, dass die automatische WLAN-Synchronisation zwischen iPhone und Apple Watch in der EU deaktiviert wird, weil das Unternehmen sich den Interoperabilitätsanforderungen der Europäischen Union widersetzt.

Hintergrund der Entscheidung

Die EU fordert von Apple, die WLAN-Hardware des iPhone bis Ende 2025 für Drittanbieter zu öffnen. So soll gewährleistet werden, dass nicht nur die Apple Watch von der WLAN-Synchronisation profitiert, sondern auch andere Smartwatches und weitere Drittprodukte wie Meta-Brillen.

Die Anforderung wurde im Dezember 2024 als Teil der europäischen Interoperabilitätsrichtlinien formuliert. Apple sieht darin jedoch eine erhebliche Bedrohung für die Privatsphäre seiner Nutzer und hat sich wiederholt gegen diese Vorgaben ausgesprochen.

Gegenüber der französischen Publikation Numerama bestätigte Apple nun, die WLAN-Synchronisation zwischen dem iPhone und der Apple Watch in Europa zu deaktivieren. Der Schritt erscheint dem Unternehmen offenbar als kleineres Übel im Vergleich zur geforderten Öffnung der Hardware-Schnittstellen.

Für uns bedeutet die Änderung konkret, dass wir auf der Apple Watch WLAN-Netzwerke künftig manuell hinzufügen müssen, wenn sich das gekoppelte iPhone außerhalb der Bluetooth-Reichweite befindet. Obwohl die genauen Auswirkungen der Änderung noch abzuwarten sind, dürften sich die tatsächlichen Einschränkungen in Grenzen halten. Die meisten Nutzer tragen ihr iPhone ohnehin bei sich, sodass die direkte Kopplung bei einem neuen Netzwerk zum Einsatz kommt.

Apples Datenschutzbedenken

In einer Stellungnahme vom Juni 2025 warnte ein Apple-Sprecher vor den Risiken der betroffenen EU-Anforderungen. Demnach würden diese Vorgaben datenhungrigen Unternehmen Zugriff auf sensible Informationen ermöglichen. Konkret nannten Firmen bereits Benachrichtigungsinhalte und vollständige WLAN-Verlaufshistorien als gewünschte Daten. Apple kritisierte den Prozess als unzumutbar und innovationshemmend.

Apple argumentierte zudem, dass man selbst in Cupertino nicht diese Daten einsehen könne, aus Überzeugung zum Datenschutz. Warum solle man dann anderen Unternehmen die Tore öffnen? Eine Weitergabe an Dritte könnte massive Datenschutz- und Sicherheitsrisiken für europäische Nutzer bedeuten, also deaktiviert man die Möglichkeit nun generell.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Peter

    Das würde mich sehr betreffen, da ich unterwegs fast kaum noch mein iPhone dabei habe, wenn ich meine Uhr trage. Es ist so furchtbar, was die EU alles kaputt macht….

    06. Nov. 2025 | 16:03 Uhr | Kommentieren
  • LoudHoward

    Ich hasses es hier

    07. Nov. 2025 | 6:56 Uhr | Kommentieren
  • shultzie

    Gut gemeint ist bei der EU leider katastrophal gemacht. Erinnert mich ein wenig an das Gebaren des Kartellamts bei den Rechten zur Fuß ball Bundesliga. Damals war es ihnen ein Dorn im Auge, dass es nur einen Anbieter gab. Jetzt braucht man gleich mehrere Anbieter um alle Spiele zu sehen…

    07. Nov. 2025 | 13:13 Uhr | Kommentieren

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