Morgan Stanley traut Apple einiges zu. Die Analysten der Bank prognostizieren, dass Apple mit Robotik bis 2040 jährlich rund 130 Milliarden Dollar Umsatz erzielen könnte. Das entspricht in etwa den heutigen Einnahmen des App Store und übertrifft die kombinierten Erlöse von Mac und iPad deutlich.

Screenshot: ELEGNT Video-Demonstration
Von der Vision zum Produkt
Apple Intelligence bildet derzeit den Kern der KI-Strategie in Cupertino. Während Apples KI-Ambitionen noch ausbaufähig sind, sieht Morgan Stanley mit „Apple Robotics“ bereits die nächste Plattform am Horizont.
Schon im Jahr 2027 soll ein erstes Produkt aus dem Bereich auf den Markt kommen. Hierbei handelt es sich um einen motorisierten Tischroboter. Das Gerät verfügt laut den aktuellen Gerüchten über ein 7-Zoll-Display, das an einem beweglichen Arm befestigt ist, der sich um etwa 15 cm in jede Richtung drehen und ausfahren lässt, sodass sich der Roboter so positionieren kann, dass er die sprechende Person anblickt.
Während andere Firmen die ersten Robotik-Produkte bald veröffentlichen wollen, lässt sich Apple noch Zeit. Die Vorgehensweise entspricht Apples bewährtem Muster. Das Unternehmen lässt andere Firmen den Markt vorbereiten und lernt bei der Gelegenheit aus den Fehlern der Konkurrenz.
Warum Robotik für Apple Sinn ergibt
Morgan Stanley bezeichnet „verkörperte KI“ als den kommenden Plattformwandel. Gemeint ist die Verschmelzung von Intelligenz mit mechanischer Form. Apple verfügt über alle notwendigen Kompetenzen. Hierzu zählen Hardware-Design, Software-Entwicklung und eine eigene Chip-Architektur. Diese Fähigkeiten bilden die Grundlage für autonome Maschinen, die selbstständig in Haushalten, Büros und Fabriken operieren können.
Die Software-Entwicklung dürfen wir hier nicht mit dem aktuellen Stand von Apple Intelligence verwechseln. Apple-Forscher sind in dem Bereich der Robotik schon weiter fortgeschritten, als es teilweise bei Apple Intelligence der Fall zu sein scheint. So zeigte beispielsweise ein Forscher-Team von Apple, wie ein Tischroboter mit dem Nutzer interagiert.
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Der globale Markt für verkörperte KI könnte laut Morgan Stanley bis 2050 ein Volumen von fünf Billionen Dollar erreichen. Apple hätte damit die Chance, sein Ökosystem von Bildschirmen auf Bewegung auszuweiten. Robotik würde dann neben iPhone, Mac und Services zur vierten tragenden Säule des Konzerns.
Die Zahlen im Detail
Morgan Stanley rechnet damit, dass Apple bis 2040 etwa neun Prozent des globalen Robotikmarkts erobern wird. Das würde jährliche Einnahmen von circa 133 Milliarden Dollar bedeuten. Das Mac-Geschäft bringt im Vergleich derzeit etwa 29 Milliarden Dollar pro Jahr ein. Selbst die Service-Sparte mit 96 Milliarden Dollar im Jahr 2024 würde um rund 35 Prozent übertroffen.
Das iPhone bleibt mit etwa 200 Milliarden Dollar Jahresumsatz Apples größtes Produkt. Sollte die Prognose zutreffen, würde Robotik Ende der 2030er Jahre zum zweitgrößten Geschäftsbereich aufsteigen. In einem optimistischeren Szenario könnte Apples Marktanteil sogar 22 Prozent erreichen, was Einnahmen von fast 300 Milliarden Dollar entspräche. Das wäre vergleichbar mit der aktuellen Dimension des iPhone-Geschäfts.
Apple bereitet sich vor
Apples Stärke liegt in der vollständigen Kontrolle über jede Produktebene. Das Unternehmen entwickelt eigene Chips, schreibt die Software und verbindet mehr als zwei Milliarden aktive Geräte durch ein einziges Ökosystem.
Morgan Stanley verweist auf Project Titan und den Recycling-Roboter Daisy als frühe Vorarbeiten. Beide Projekte halfen Apple, Expertise in Sensorfusion, Mobilität und mechanischer Konstruktion aufzubauen. Verstärkte Einstellungen im Robotik-Bereich, neue Patente und Partnerschaften mit Zulieferern wie BYD deuten derweil darauf hin, dass Apple sich auf eine Fertigung im großen Maßstab vorbereitet.
Die Herausforderungen
Selbst wenn sich Apple so gut vorbereitet, würde das Unternehmen dennoch auf hochkarätige Konkurrenz treffen. Tesla, Boston Dynamics und zahlreiche chinesische Startups arbeiten bereits an humanoiden und Haushaltsrobotern. Manche dieser Mitbewerber sind in der reinen KI-Forschung führend und haben bereits Pilotprojekte am Laufen.
Morgan Stanley sieht Apples Herausforderung darin, Autonomie und Geschicklichkeit mit dem eigenen Anspruch an Zuverlässigkeit und Datenschutz zu vereinen. Die Stärke des Unternehmens liegt in der Integration und im Vertrauen der Nutzer. Diese Faktoren könnten ausreichen, um Roboter von experimentellen Maschinen zu begehrten Konsumprodukten zu machen.
Fast alle großen High Tech Firmen bauen gerade Roboter die laufen können und Menschen im Alltag helfen. Apple bastelt an einer Tischlampe . Ich sehe da keinen Marktanteil von 9% oder 155 Milliarden Umsatz. Schade das diesem Konzern zur Zeit Menschen mit Visionen wie Jobs gänzlich abgehen.
Der Buchhalter war fleißig im Umgang mit seinen Ideen und hat es ordentlich gemacht , aber jetzt braucht es etwas neues , jetzt braucht es Ideen und Umsetzung. KI ist ein Desaster bei Apple , KI Server ebenso. Robotic ist fast nicht vorhanden und Tim bastelt an Spielzeug rum.