WhatsApp-Benutzernamen: Meta gibt erste Details zum Zeitplan

| 18:15 Uhr | 0 Kommentare

Meta hat erstmals konkrete Details zur Einführung von Benutzernamen bei WhatsApp veröffentlicht. Ab 2026 soll es möglich sein, den Messenger auch ohne öffentliche Telefonnummer zu nutzen. Die technischen Grundlagen dafür werden bereits jetzt geschaffen.

Benutzernamen in WhatsApp

WhatsApp war bisher strikt an die Telefonnummer gebunden. Diese Einschränkung wird bald aufgehoben. Künftig können Nutzer einen individuellen Benutzernamen wählen und darüber kontaktiert werden. Die Telefonnummer bleibt dabei im Hintergrund und muss nicht mehr zwingend geteilt werden.

Meta plant offenbar ein Reservierungssystem, mit dem sich Nutzer frühzeitig ihren Wunschnamen sichern können. Wer einen gängigen Namen bevorzugt, sollte also rechtzeitig aktiv werden. Die genauen Details zur Reservierung stehen noch aus, dürften aber in der ersten Jahreshälfte 2026 bekannt gegeben werden.

Technische Umstellung für Unternehmen

Für Geschäftskunden führt Meta sogenannte Business-Scoped User IDs (BSUID) ein. Diese eindeutigen Kennungen ermöglichen es Unternehmen, Kunden auch dann zu erreichen, wenn keine Telefonnummer vorliegt. Die BSUID wird automatisch in alle Webhook-Benachrichtigungen integriert und funktioniert unabhängig davon, ob ein Nutzer die Benutzernamen-Funktion aktiviert hat.

Entwickler müssen ihre Systeme entsprechend anpassen. Nachrichtenrouting, Kundendatenbanken und automatisierte Antworten sollten ab sofort so konzipiert sein, dass sie mit den neuen Identifikatoren umgehen können. Meta setzt hier eine Frist bis Juni 2026. Das gibt ausreichend Zeit für die technische Migration, signalisiert aber auch, dass der offizielle Start der Benutzernamen-Funktion kurz danach erfolgen dürfte.

Datenschutz im Fokus

Die Umstellung folgt Metas Strategie, WhatsApp datenschutzfreundlicher zu gestalten. So können Unternehmen künftig Kundenbeziehungen pflegen, ohne auf persönliche Kontaktinformationen angewiesen zu sein. Das System wurde bewusst so konzipiert, dass es langfristig möglich wird, vollständig auf Benutzernamen zu setzen.

Ob die Funktion optional bleibt oder perspektivisch zur Standard-Methode wird, ist noch offen. Sicher ist aber, dass WhatsApp damit einen längst überfälligen Schritt geht und sich stärker an Plattformen wie Telegram oder Signal orientiert.

(via WABetaInfo)

Kategorie: App Store

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