Apple musste – genau wie andere Unternehmen auch – die Vorgaben des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) umsetzen. So veröffentlichte das Unternehmen aus Cupertino im März 2024 Updates für seine Softwareplattformen, um die Grenzen der EU-Vorgaben einzuhalten. Eine aktuelle Studie hat nun allerdings herausgefunden, dass Konsumenten durch das Gesetz über digitale Märkte, anders als von der EU vorgesehen, nicht von niedrigeren Preisen profitieren.

Studie: Konsumenten profitieren durch DMA nicht von niedrigeren Preisen
Apple macht auf die aktuelle Studie „What Happens to App Prices when Developers Pay Lower Commission Fees?“ der Analysis Group aufmerksam (PDF-Dokument). Kurzum: Es wurde untersucht, wie sich die App-Preise entwickeln, wenn Entwickler niedrigere Gebühren bezahlen müssen.
Wir haben die Schlüsselergebnisse für euch zusammengefasst:
- Obwohl die App-Gebühren, die Entwickler an Apple zahlen müssen, durchschnittlich um etwa 10 Prozentpunkte gesunken sind, zeigen aktuelle Daten, dass Entwickler die Preise ihrer im App Store verkauften Apps in über 90 Prozent der Fälle unverändert gelassen oder sogar erhöht haben. Dies gilt unabhängig davon, ob Entwickler eine Core Technology Fee an Apple entrichtet haben.
- Selbst wenn Entwickler nach der Anmeldung die Preise senkten – was nur bei etwa 9 Prozent der Preise in EU App Stores der Fall war –, entsprachen diese Preisänderungen den üblichen Mustern. Dies deutet darauf hin, dass der Großteil der beobachteten Preissenkungen nicht mit der Reduzierung der Gebühren durch die alternativen Geschäftsbedingungen zusammenhängt.
- Die Entscheidung der Entwickler, die Provisionseinsparungen nicht an EU-Nutzer weiterzugeben, spiegelt Apples frühere Erfahrungen nach der Einführung mehrerer Initiativen zur Senkung der Provisionssätze wider. Als Apple beispielsweise im Rahmen des Small Business Program die Provisionssätze für Zehntausende kleiner Entwickler senkte, reduzierten die Entwickler nur bei einer kleinen Minderheit der Entwickler die Preise im US-amerikanischen App Store.
- Zusätzlich dazu, dass die Entwickler den Großteil der eingesparten Provisionen für sich behielten, ging der überwiegende Teil dieser Einsparungen – mehr als 86 Prozent – an Entwickler außerhalb der EU.
Die Studie untersuchte rund 21.000 Kauf-Apps und In-App-Käufe mit mehr als 41 Millionen Transaktionen. Dabei wurden 20,1 Millionen Euro an Gebühren von Entwicklern eingespart.
„Der DMA hat die an ihn geknüpften Erwartungen nicht erfüllt, sondern Konsumenten in ganz Europa weniger Sicherheit, weniger Datenschutz und eine schlechtere Nutzererfahrung gebracht. Diese Studie liefert weitere Belege dafür, dass der DMA Verbrauchern keine Vorteile in Form niedrigerer Preise ermöglicht. Gleichzeitig wissen wir, dass das Gesetz neue Hindernisse für Innovatoren und Start-ups schafft und Verbraucher neuen Risiken aussetzt“, so ein Apple Sprecher.
Die Studie zeigt laut Apple, dass die durch den DMA erzielten Provisionseinsparungen nicht zu Preissenkungen für die Kunden geführt haben und überwiegend Entwicklern außerhalb der EU zugutekamen.
Apple hat in den letzten Jahren immer und immer wieder auf die Vorteile des App Stores aufmerksam gemacht. Demnach ist der App Store seit vielen Jahren ein sicherer und vertrauenswürdiger Ort, um Apps zu entdecken und herunterzuladen. unterstützt über 195 lokale Zahlungsmethoden und 44 Währungen. Apple stellt Entwicklern zudem umfangreiche eigene Tools, Technologien und Services zur Verfügung, darunter Software Development Kits (SDKs), 200 Frameworks und mehr als 250.000 Software-Bausteine, sogenannte APIs.
An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass die überwiegende Mehrheit der Entwickler keine Provision an Apple zahlen. Apple erhebt nur dann eine Provision auf den Verkauf kostenpflichtiger Apps sowie digitaler Güter und Services, die über In-App-Käufe angeboten werden. Nach diesem Modell zahlen 85 Prozent der Apps im App Store überhaupt keine Provision an Apple. Allein im letzten Jahr wurden über den App Store weltweit Umsätze in Höhe von 1,3 Billionen US-Dollar generiert, wobei über 90 % dieses Umsatzes den Entwicklern zugutekamen und Apple keine Provision erhielt.
Na wer hätte das gedacht !
DMA ist auch nicht zum sparen gedacht , dass hat ganz andere Gründe.