Apple hat mit dem iPhone Air eine umstrittene Entscheidung getroffen. Die Reduktion auf einen einzigen Kamerasensor bricht mit dem aktuellen Trend zu immer komplexeren Kamerasystemen. Nun haben die Experten von DXOMARK das Gerät genau unter die Lupe genommen und liefern eine fundierte Analyse der tatsächlichen Leistung.

Fotocredit: DXOMARK
Platzierung im globalen Ranking
Das iPhone Air erzielt im umfassenden Testparcours eine Gesamtwertung von 141 Punkten. Damit sichert es sich den 41. Platz in der weltweiten Bestenliste der Smartphone-Kameras. Was auf den ersten Blick vielleicht ernüchternd wirkt, relativiert sich bei genauerer Betrachtung der Nachbarn in dieser Liste. Das neue Modell liegt gleichauf mit dem iPhone 13 Pro und dem iPhone 13 Pro Max. Auch das Xiaomi Mi 11 Ultra spielt in derselben Liga. Die Bildqualität erreicht also das Niveau früherer Flaggschiffe und beweist die Leistungsfähigkeit moderner Sensoren auch ohne ein Multi-Kamera-Setup.
Stärken im Alltag
Technisch betrachtet handelt es sich beim iPhone Air im Grunde um eine reduzierte Version des iPhone 17 Pro. Der einzelne verbaute Sensor entspricht weitgehend der Hauptkamera des Pro-Modells. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen. Die Aufnahmen überzeugen durch eine hohe Helligkeit und eine sehr gute allgemeine Bildqualität. Farben wirken meist angenehm und der Weißabgleich sorgt für eine warme Grundstimmung in den Fotos.
Interessant ist auch ein Blick auf die künstliche Hintergrundunschärfe. Der Bokeh-Effekt und die damit verbundene Freistellung von Motiven funktionieren erstaunlich präzise. Im direkten Vergleich schlägt sich das iPhone Air hier sogar besser als das Samsung Galaxy S25 Edge. Software und Prozessor leisten hier ganze Arbeit und gleichen das Fehlen einer physischen Tiefenschärfe aus.
Grenzen des Einzelsensors
Trotz der guten Qualität der Hauptkamera lassen sich physikalische Grenzen nicht wegdiskutieren. Das Fehlen eines Teleobjektivs und einer Ultraweitwinkel-Linse schränkt die kreativen Möglichkeiten spürbar ein. Wer gerne Architektur fotografiert oder weit entfernte Objekte heranholen möchte, wird die zusätzlichen Kamera-Module des iPhone 17 Pro vermissen. Hier fordert der Minimalismus seinen Tribut. Das Gerät kann in puncto Vielseitigkeit nicht mit Konkurrenten wie dem Samsung Galaxy S25 Edge mithalten, da dieses durch sein Ultraweitwinkel-Modul flexiblere Bildausschnitte erlaubt. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen werden die Unterschiede zum großen Bruder iPhone 17 Pro deutlicher sichtbar.
Videoleistung
Für Filmer bietet das iPhone Air solide Kost. Die besten Ergebnisse liefert das Gerät bei Aufnahmen in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde. Der HDR-Modus sorgt dabei für einen breiten Dynamikumfang und lebendige Farben. Allerdings notierten die Tester gelegentliche Instabilitäten bei der Belichtung. Auch der Weißabgleich passt sich in Videosituationen nicht immer perfekt an. Zudem verliert der Fokus in manchen Situationen kurzzeitig sein Ziel.
Das Fazit zum Kameratest
Der Test von DXOMARK bestätigt den ersten Eindruck vieler Nutzer. Das iPhone Air konzentriert sich erfolgreich auf das Wesentliche. Die Qualität der Hauptkamera überzeugt und liegt nah am iPhone 17 Pro. Wer im Alltag meistens mit der klassischen Brennweite fotografiert und auf den Zoom verzichten kann, erhält eine sehr leistungsfähige Kamera. Wer jedoch maximale Flexibilität sucht, wird die fehlenden Linsen bemerken. Der ausführliche Bericht von DXOMARK bietet weitere Details und zahlreiche Vergleichsbilder.
0 Kommentare