Apple führt erstmals Gespräche darüber, Teile der iPhone-Chip-Fertigung nach Indien zu verlagern. Das berichtet The Economic Times mit Verweis auf Branchenkreise, die mit den Plänen vertraut sind.

Apple lotet Chip-Fertigung für iPhones in Indien aus
Laut dem Bericht befinden sich die Gespräche noch in einem sehr frühen Stadium. „Explorative Gespräche“ sollen mit dem Halbleiterunternehmen CG Semi stattgefunden haben, das in Sanand (Gujarat) eine der ersten Outsourced Semiconductor Assembly and Test (OSAT)-Anlagen des Landes errichtet.
Ein Insider wird zitiert, dass derzeit unklar sei, welche Chips konkret gefertigt werden könnten. Am wahrscheinlichsten sei jedoch, dass es sich zunächst um Display-Chips handelt. Darüber hinaus sei dies „der Beginn eines steilen Aufstiegs“ für CG Semi – sollte es zu einem Auftrag kommen, müsse das Unternehmen Apples sehr strengen Qualitätsanforderungen entsprechen.
Apple bezieht aktuell Display-Panels für das iPhone von den weltweit führenden Herstellern wie Samsung Display, LG Display und BOE. Die zugehörigen Display-Treiber-ICs stammen unter anderem von Samsung, Novatek, Himax und LX Semicon – und werden bislang vor allem in Südkorea, Taiwan und China gefertigt.
Falls die Gespräche erfolgreich verlaufen, wäre dies ein weiterer Schritt in Apples zunehmender Fokussierung auf Indien als bedeutenden Standort für die Lieferkette. Laut Berichten hat der Hersteller im Zeitraum bis März 2025 rund 22 Milliarden Dollar an iPhones in Indien gefertigt – eine Steigerung von knapp 60 Prozent im Jahresvergleich. Zu den Partnern gehören inzwischen unter anderem Foxconn, Tata Electronics und Pegatron.
Ziel sei es offenbar, einen Großteil der für die USA verkauften iPhones bis Ende 2026 in Indien zu fertigen – einschließlich immer komplexerer Fertigungsschritte.
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