Bericht: Apple drosselt Produktion und Marketing der Vision Pro

| 21:07 Uhr | 1 Kommentar

Apples Ausflug in die erweiterte Realität entwickelt sich zum teuren Experiment mit ungewissem Ausgang. So hat das Unternehmen nach Informationen der Financial Times die Produktion des Vision Pro Headsets deutlich zurückgefahren und drosselte auch das Marketing um mehr als 95 Prozent.

Fotocredit: Apple

Enttäuschende Verkaufszahlen zwingen zum Umdenken

Die Hoffnungen waren groß, als Tim Cook Apples Mixed-Reality-Headset im Jahr 2023 als Beginn einer neuen Ära des „Spatial Computing“ vorstellte. Die Realität sieht anders aus, denn laut dem Marktforschungsunternehmen IDC wurden im letzten Quartal 2024 gerade einmal 45.000 Einheiten verkauft. Der chinesische Auftragsfertiger Luxshare soll die Produktion sogar vollständig eingestellt haben. Parallel dazu schrumpfte das Marketing-Budget um mehr als 95 Prozent, wie die Analysefirma Sensor Tower ermittelte.

Der Preis als größte Hürde

Bei einem Einstiegspreis von 3.499 Dollar überrascht die Zurückhaltung der Käufer kaum. Während Apple iPhones, iPads und MacBooks weiterhin millionenfach absetzt, bleibt das Headset ein Nischenprodukt. Kritiker bemängelten von Anfang an das hohe Gewicht, den mangelnden Tragekomfort und den begrenzten praktischen Nutzen im Alltag. Hinzu kommt ein überschaubares App-Angebot von rund 3.000 Anwendungen, was im Vergleich zum iPhone-Ökosystem bescheiden wirkt.

Die Konkurrenz macht es günstiger

Meta verfolgt mit seinen Quest-Headsets einen anderen Ansatz. Für rund 500 Dollar (Meta Quest 3) und 300 Dollar (Meta Quest 3S) erhält man zwar technisch weniger ausgefeilte Geräte, doch diese haben sich bereits 80 Prozent des Marktes gesichert. Allerdings rudert auch Meta zurück und verlagert Investitionen vom Metaverse hin zu KI-gestützten Brillen und anderen Wearables.

Wohin geht die Reise?

Apple plant offenbar eine günstigere Version der Vision Pro, doch der Fokus scheint sich zu verschieben. Berichten zufolge pausiert das Unternehmen die Entwicklung der nächsten VR-Generation zugunsten von tragbaren KI-Geräten.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Gast1

    Einfach billiger machen . Für 1000-1300€ und mit weniger Metall ( leichter ) geht das Ding wie die lauwarme Semmel über den Ladentisch. Dann kommen auch die Apps und weitere Anwendungen.
    Dann noch mit dem Sichtfeld der Samsung und es geht ab.
    Ist ganz einfach Tim.

    02. Jan. 2026 | 8:07 Uhr | Kommentieren

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