Geht es nach der Gerüchteküche, plant Apple einen grundlegenden Wandel bei seiner jährlichen iPhone-Strategie. So deuten mehrere Berichte darauf hin, dass das Unternehmen in diesem Jahr kein iPhone 18 auf den Markt bringen wird. Im Herbst soll das Rampenlicht stattdessen nur auf das iPhone 18 Pro und Apples erstes faltbares iPhone stehen.

Fotocredit: Apple
Neue Veröffentlichungsstrategie
Trotz des großen Erfolgs des iPhone 17 im vergangenen Jahr wird das iPhone 18 laut MacRumors erst im Frühjahr 2027 erscheinen. Das bedeutet, dass das iPhone 17 für mehr als 18 Monate das neueste Standardmodell in Apples Sortiment bleiben würde. Ein solcher Schritt wäre ein Novum in der Geschichte des iPhone, denn noch nie hat Apple ein komplettes Kalenderjahr ohne eine neue Generation seines Flaggschiff-Smartphones verstreichen lassen.
Apple trennt seine Produktzyklen
Seit über einem Jahrzehnt stellt Apple seine iPhone-Modelle im Herbst vor. In der Regel erschienen alle Geräte der Hauptreihe gemeinsam im September, auch wenn es gelegentlich Ausnahmen gab. So verzögerte sich 2020 die iPhone 12 Reihe pandemiebedingt auf Oktober und November, und auch einzelne Modelle wie das iPhone XR oder iPhone X kamen in der Vergangenheit erst Wochen nach dem ursprünglichen Launch-Event in den Handel.
Die Tradition des gemeinsamen Herbst-Launches soll nun jedoch grundlegend enden. Statt die gesamte Produktpalette auf einmal zu präsentieren, plant Apple offenbar, die Veröffentlichungen auf zwei getrennte Zeitfenster zu verteilen. Die teureren Modelle sollen weiterhin im Herbst erscheinen, während die günstigeren Varianten erst im Folgejahr auf den Markt kommen.
Konkret bedeutet das für 2026, dass im Herbst nur das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie das lang erwartete faltbare iPhone vorgestellt werden sollen. Das Basismodell des iPhone 18 würde dann erst im Frühjahr 2027 gemeinsam mit dem iPhone 18e und dem iPhone Air 2 folgen.
Warum Apple diesen Weg wählt
Künftig würde der Herbst also ganz dem High-End-Bereich gehören, während erschwinglichere Varianten im Frühjahr folgen. Die neue Veröffentlichungsstrategie gibt Apple mehr Flexibilität und soll die Aufmerksamkeit der Kundschaft über das ganze Jahr verteilen.
Die Entscheidung, das Basismodell vorübergehend aus dem Fokus zu nehmen, birgt jedoch auch Risiken. Der Verzicht auf ein günstigeres Modell im umsatzstarken Herbst könnte dazu führen, dass preissensible Käufergruppen abspringen und zur Konkurrenz greifen. Dabei besteht die Gefahr, dass sich das Frühjahr als weniger umsatzstarker Zeitraum für den Verkaufsstart eines Massenmodells erweist.
Die Taktik von gestaffelten Verkaufsstarts wäre jedoch nicht neu für Apple. Sie erinnert an das Vorgehen bei iPads oder Macs, wo das Unternehmen erfolgreich verschiedene Preisklassen zu unterschiedlichen Zeiten veröffentlicht. Auch aus Sicht der Produktion und Logistik ergibt ein Strategiewechsel Sinn. Durch die zeitliche Entzerrung könnte Apple Engpässe in der Fertigung reduzieren, die Versorgung mit Komponenten für fortschrittliche Technologien besser steuern und die Umsätze gleichmäßiger über das Jahr verteilen.
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