John Ternus im Porträt: Was für ein CEO wäre Apples Favorit?

| 21:22 Uhr | 1 Kommentar

Tim Cook ist vor Kurzem 65 Jahre alt geworden. In den vergangenen Monaten haben mehrere hochrangige Apple-Manager das Unternehmen verlassen oder ihren Abschied angekündigt. Es steht ein Generationswechsel bei Apple an. Somit ist es kein Wunder, dass auch die Frage nach Cooks Nachfolge intensiv diskutiert wird. Die New York Times hat sich nun den Top-Kandidaten John Ternus genauer angeschaut.

Fotocredit: Apple

Der Favorit aus der Hardware-Abteilung

Mehrere aktuelle Berichte nennen John Ternus als aussichtsreichsten Kandidaten für den CEO-Posten. Ternus leitet als Senior Vice President die Hardware-Entwicklung bei Apple. Die New York Times hat ein ausführliches Porträt veröffentlicht, das seine Expertise beleuchtet und zeigt, wie er innerhalb des Unternehmens wahrgenommen wird.

Laut Quellen der Zeitung hat Apple im vergangenen Jahr begonnen, die Nachfolgeplanung zu beschleunigen. Tim Cook soll den Wunsch geäußert haben, seine Arbeitsbelastung zu reduzieren. Neben Ternus wurden auch Software-Chef Craig Federighi, Services-Leiter Eddy Cue, Marketing-Chef Greg Joswiak und Deirdre O’Brien als mögliche Kandidaten gehandelt. Ternus scheint sich jedoch an die Spitze gesetzt zu haben. Cook selbst würde dem Bericht zufolge wohl als Vorsitzender des Verwaltungsrats im Unternehmen bleiben.

Lob und kritische Stimmen

Ternus ist für seine technische Expertise bekannt und hat an zahlreichen Apple-Produkten mitgearbeitet. Allerdings gilt er eher als jemand, der bestehende Produkte weiterentwickelt, als dass er komplett neue Gerätekategorien erfindet. Der ehemalige Apple-Ingenieur Cameron Rogers beschreibt ihn gegenüber der New York Times als sympathischen Menschen, mit dem man gerne Zeit verbringt. Gleichzeitig fragt er kritisch, ob Ternus je wirklich schwierige Entscheidungen treffen oder komplexe Hardware-Probleme lösen musste. Diese Einschätzung dürfte Apple widersprechen. Immerhin leitete Ternus die Entwicklung des iPhone Air und arbeitet am kommenden faltbaren iPhone mit.

Die Frage nach der Vision

Allgemein wird Ternus als natürlicher Nachfolger von Cook gesehen. Er verfügt über ein ausgeglichenes Temperament, eine starke Detailorientierung und kennt Apples Lieferkette aus dem Effeff. Doch genau hier beginnt die angesprochene Sorge der Kritiker. Ternus bringt möglicherweise nicht den visionären Fokus und die Risikobereitschaft mit, die Steve Jobs auszeichneten. Welche Art von Führungspersönlichkeit Apple in den kommenden Jahren benötigt, bleibt offen. Klar ist jedenfalls, dass sich das Unternehmen mitten im besagten Generationswechsel befindet.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Gast1

    Die Welt ist gerade in einem großen Wandel. Asien wird in Zukunft viel wichtiger als Gebiet. Europa und die USA werden es da deutlich schwerer haben als zuletzt. Deshalb jetzt über Vor-und Nachteile eines neuen CEOs von Apple die Vergangenheit zu besprechen und hier die Vorzüge einer geeigneten Person zu erläutern halte für totalen Quatsch. Natürlich sollte es einer sein der die Abläufe im Unternehmen kennt , gut kennt. Ternus wäre so ein Mann. Ob er oder ein anderer allerdings mit den großen Herausforderungen
    zurechtkommt ist eine ganz andere Frage die man erst beantworten kann wenn sie auftreten und dann gut oder schlecht gemeistert wurden.
    Ich würde es erst einmal mit John Ternus versuchen.

    09. Jan. 2026 | 15:01 Uhr | Kommentieren

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