Segway Navimow hat auf der CES 2026 in Las Vegas fünf neue Mähroboter-Serien vorgestellt. Das Lineup umfasst die X4-Serie, die i2 AWD-Serie, den i2-LiDAR, die H2-Serie sowie die gewerbliche Terranox-Serie. Alle Modelle arbeiten ohne Begrenzungskabel und setzen auf eine Kombination aus Network-RTK und Solid-State-LiDAR für die Navigation.

Fotocredit: Segway Navimow
Keine Kabel, keine Antenne, einfach mähen
Das größte Ärgernis bei klassischen Mährobotern war lange Zeit die aufwendige Installation mit Begrenzungsdraht. Die neuen Navimow-Modelle setzen konsequent auf kabellose Technologie. Dank Network-RTK und Solid-State-LiDAR orientieren sich die Geräte zentimetergenau im Garten, ohne dass Nutzer vorher stundenlang Kabel verlegen müssen. Segway nennt das Prinzip „Drop-and-Mow“, also Hinstellen und mähen lassen.
Für die LiDAR-Technologie hat Navimow eine Partnerschaft mit RoboSense geschlossen, einem Spezialisten für Solid-State-Sensoren. Diese Technologie stammt ursprünglich aus dem Automobilbereich und ermöglicht eine präzise Umgebungserfassung auch unter schwierigen Bedingungen.
X4-Serie als Flaggschiff für große Grundstücke
Das Spitzenmodell der neuen Kollektion ist die X4-Serie, die für Rasenflächen von 4.000 bis 6.000 Quadratmetern ausgelegt ist. Herzstück ist das sogenannte Xero-turn AWD-System mit Allradantrieb, das Steigungen von bis zu 84 Prozent bewältigen soll. Das entspricht einer Neigung von 40 Grad. Durch zwei unabhängige Lenkmotoren an den Vorderrädern kann der X4 besonders enge Kurven fahren, ohne dabei den Rasen zu beschädigen.
Das Mähwerk besteht aus zwölf verstärkten Klingen, die von zwei Motoren mit je 180 Watt angetrieben werden. Laut Hersteller schafft der X4 eine Fläche von 4.000 Quadratmetern in etwa elf Stunden. Die Navigation kombiniert Triple-Frequency-Network-RTK mit 360-Grad-VSLAM und VIO-Technologie für eine zentimetergenaue Positionsbestimmung. Das integrierte Netzwerk-RTK ist dabei lebenslang kostenlos nutzbar.
Der X4 unterstützt die „Wo ist?“-Funktion und lässt sich in Smart-Home-Systeme wie HomeKit, Google Home und Amazon Alexa einbinden.
i2-Serie bringt Allradantrieb in kleinere Gärten
Die i2-Serie richtet sich an Besitzer kleinerer Grundstücke und kommt in zwei Varianten. Der i2 AWD ist nach Herstellerangaben der einzige Allrad-Mähroboter in seiner Klasse für Gärten bis 1.000 Quadratmeter. Das dritte Rad soll nicht nur die Geländegängigkeit verbessern, sondern auch die mögliche Laufzeit um bis zu 30 Prozent verlängern.
Der i215 LiDAR hingegen setzt auf den Solid-State-Sensor von RoboSense, der knapp 200.000 Messpunkte pro Sekunde erfasst. Das System erkennt Hindernisse ab einer Größe von einem Zentimeter und unterscheidet über 200 verschiedene Objekttypen, darunter auch Tiere oder Gartenutensilien. Für Gärten mit vielen Bäumen, schmalen Wegen oder für den Nachtbetrieb soll diese Technologie besonders geeignet sein.
H2-Serie mit dreifacher Navigationstechnologie
Die H2-Serie vereint gleich drei Navigationstechnologien in einem System namens EFLS LiDAR+. Es kombiniert LiDAR, Network-RTK und Bildverarbeitung und soll innerhalb einer Millisekunde zwischen den Positionierungsmodi wechseln können. Das ermöglicht einen unterbrechungsfreien Betrieb auch unter Bäumen oder in engen Passagen. Erhältlich ist die Serie für Flächen von 1.000 bis 2.000 Quadratmetern.
Terranox für den gewerblichen Einsatz
Für Landschaftspfleger und gewerbliche Anwender hat Navimow die Terranox-Serie entwickelt. Die Geräte sind für Flächen bis 2.400 Quadratmeter konzipiert und sollen laut dem Hersteller die Fläche eines Fußballfeldes an einem einzigen Tag bewältigen können. Ergänzend bietet Navimow eine Fleet-Management-Software an, mit der Profis mehrere Geräte gleichzeitig überwachen und steuern können.
Verfügbarkeit und Preise stehen noch aus
Die komplette Kollektion ist auf der CES 2026 zu sehen. Konkrete Preise und Erscheinungstermine für den deutschen Markt hat Segway Navimow noch nicht genannt.
0 Kommentare