Kaum hatte Google offiziell bestätigt, dass eine mehrjährige KI-Partnerschaft mit Apple geschlossen worden war, meldete sich Elon Musk zu Wort. Der Deal sieht vor, dass Googles Gemini-Modell künftig Teile von Siri und Apples Foundation Modell antreiben soll. Für Musk ist das ein Problem.

Zu viel Macht für Google
In seinem Post auf X schrieb Musk, die Vereinbarung stelle eine „unangemessene Machtkonzentration“ seitens Google dar. Schließlich kontrolliere das Unternehmen bereits Android und Chrome. Dass nun auch Apple auf Googles KI setzt, geht ihm offenbar zu weit.
This seems like an unreasonable concentration of power for Google, given that the also have Android and Chrome
— Elon Musk (@elonmusk) January 12, 2026
Die Kritik überrascht wenig. Musks eigenes Unternehmen xAI verklagt derzeit Apple und OpenAI wegen deren ChatGPT-Integration in Siri. Im August 2025 beschwerte sich Musk, dass konkurrierende KI-Dienste im App Store keine Chance haben. Musk sprach von einem „eindeutigen Kartellverstoß“.
Apple is behaving in a manner that makes it impossible for any AI company besides OpenAI to reach #1 in the App Store, which is an unequivocal antitrust violation.
xAI will take immediate legal action.
— Elon Musk (@elonmusk) August 12, 2025
Allerdings sprechen einige Beispiele gegen diese Darstellung. So erreichte DeepSeek im Januar 2025 Platz 1 der weltweiten App Store Charts. Im Juli 2025 schaffte Perplexity dasselbe in Indien. Beide Erfolge fanden statt, nachdem Apple und OpenAI ihre Zusammenarbeit im Juni 2024 verkündet hatten. Von einer systematischen Blockade kann also kaum die Rede sein.
Was steckt wirklich dahinter?
Beobachter interpretieren Musks Reaktion unterschiedlich. Einige sehen darin einen Hinweis auf ein mögliches eigenes Smartphone. Andere vermuten schlicht die Vorbereitung einer Klage, um den Apple-Google-Deal zu torpedieren.
Die Situation für xAI ist derweil angespannt. International wächst der Druck auf das Unternehmen, nachdem Grok für die Erstellung problematischer Inhalte missbraucht wurde. Länder wie Indonesien und Malaysia haben den xAI-Chatbot bereits gesperrt.
Bei genauerer Betrachtung wirkt Musks Kritik ohnehin überzogen. Apple lizenziert Googles Gemini-Modell mit seinen 1,2 Billionen Parametern, um die eigenen Apple Foundation Modelle zu trainieren. Das Modell läuft dabei auf der eigenen Cloud-Infrastruktur bzw. direkt auf dem Gerät. Google verarbeitet also nicht direkt die Anfragen der Nutzer und erfährt auch nicht, wofür iOS-Anwender die KI verwenden. Die Daten bleiben in Apples Ökosystem. Das ist ein entscheidender Unterschied zu einer klassischen Partnerschaft, bei der Anfragen an externe Server weitergeleitet werden.
Würde mal meinen das ein Großteil der Nutzer dies KI gehampelt von Elon nicht haben will.
ich würde mich freuen wenn Apple Grok implementieren würde. Momentan die beste KI.
Gut, dass du das, mit deiner äußerst geringen Ahnung, nicht zu entscheiden hast. Claude und ChatGPT sind weit vorne, in vielerlei Hinsicht und verschiedensten Aufgaben.
Grok ist super und ich arbeite beruflich täglich mit diversen ki Anbietern zusammen. Hätte mich gefreut wenn Apple bei verschiedenen ki Anbietern eine gewisse Anzahl an Anfragen eingekauft hätte. Denn dann hätte je nach Fragestellung die perfekte ki für die Antwort zur Rate gezogen werden im Hintergrund. Eine Art Multi Ki und hebt sich wiederum deutlich von Androiden ab.
Tatsächlich hat Apple verschiedenste KI-Anbieter und deren Modelle getestet, und die Wahl fiel zu Gunsten von Gemini. Abgesehen davon, liegt Apple es sicherlich fern, einen Faschisten zu unterstützen.