Seit Anfang dieser Woche wissen wir, dass Apple bei der großen Überarbeitung von Siri und weiteren „Apple Intelligence“-Funktionen künftig auf Googles KI-Modelle setzt. Laut einem aktuellen Bericht der Financial Times hat sich Apple in einer mehrjährigen Vereinbarung mit Google darauf geeinigt, die Gemini-KI als technologisches Fundament für Siri zu nutzen. Pro Jahr soll Apple eine Milliarde Dollar an Google zahlen. Das es sich um einen mehrjährigen Vertrag handelt, fließen im Laufe der Zeit mehrere Milliarden Dollar an Google.

Apple entscheidet sich für Gemini – OpenAI sagte offenbar Siri-Deal ab
Um die eigenen KI-Pläne zu beschleunigen, kauft sich Apple externes Know-How ein. Vor wenigen Tagen wurde die Kooperation mit Google öffentlich gemacht. Ursprünglich gab es offenbar Überlegungen, auch mit OpenAI zusammenzuarbeiten. Die Financial Times berichtet, dass sich OpenAI jedoch bewusst dagegen entschieden habe, Apples maßgeschneiderter KI-Partner für Siri zu werden. Stattdessen möchte sich OpenAI da auf eigene KI-Hardware-Pläne konzentrieren. Apple hatte wohl Gespräche mit mehreren Anbietern – darunter OpenAI, Anthropic und Googles Gemini – geführt, bevor die Wahl schlussendlich auf Google fiel.
Strategischer Schachzug von Apple
Die Partnerschaft mit Google zeigt Apples pragmatischen Ansatz: Statt selbst riesige KI-Datenzentren und Modelle zu bauen, nutzt Apple Googles Technologie als Basis für seine eigenen KI-Funktionen, während weiter an eigenen, effizienteren Modellen gearbeitet wird. Apple betont, dass die Gemini-Modelle über Apple-eigene Private-Cloud-Compute-Server laufen, um die hohen Datenschutzstandards zu wahren – Google erhält demnach keinen Zugriff auf persönliche Nutzerdaten. Kurzum: Apple kauft sich Zeit. Um Siri und Apple Intelligence mehr oder weniger von jetzt auf gleich deutlich weiterzuentwickeln, setzt Apple auf Googles Gemini-Modelle und Cloud-Technologie. Im Hintergrund arbeitet das das Unternehmen aus Cupertino weiterhin an eigenen Lösungen um in den nächsten Jahren Google Gemini Schritt für Schritt ablösen zu können.
Was bedeutet das für Siri und die KI-Zukunft?
- Siri-Upgrade: Die nächste Version von Siri, die 2026 erscheinen soll, wird stark von Gemini-KI profitieren – beispielsweise bei komplexeren Anfragen und Zusammenfassungen.
- Apple-KI-Portfolio: Die Partnerschaft ist Teil von Apples breiterer KI-Strategie, die externe Partner nutzt, aber zugleich an eigenen Lösungen feilt.
- OpenAI im Hintergrund: Die ChatGPT-Integration bleibt zwar bestehen, rückt aber strategisch etwas in den Hintergrund angesichts des größeren Google-Deals.
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