OpenAI erweitert sein Geschäftsmodell für ChatGPT in zwei Richtungen. Zum einen wird das günstigere Abo-Modell „ChatGPT Go“ nun weltweit ausgerollt. Zum anderen plant das Unternehmen, Werbung in die Chat-Oberfläche zu bringen.

Günstiger Einstieg mit mehr Funktionen
ChatGPT Go ist seit August letzten Jahres bereits in einigen Ländern verfügbar und soll nun weltweit ausgerollt werden. Der Tarif richtet sich an alle, denen die kostenlose Version nicht reicht, die aber nicht gleich zum Premium-Abo greifen wollen. Mit ChatGPT Go erhalten Nutzer höhere Nutzungslimits als in der Gratis-Variante. Laut OpenAI sind das zehnmal so viele Nachrichten, Datei-Uploads und Bildgenerierungen sowie eine längere Memory-Funktion, mit der sich ChatGPT Inhalte aus früheren Gesprächen merken kann.
Werbung fügt sich in den Gesprächskontext ein
ChatGPT Go ist ein schöner Bonus für die Auswahlmöglichkeiten. Für Diskussionen dürfte hingegen die Ankündigung der Werbeintegration sorgen. OpenAI startet in den kommenden Wochen erste Tests mit angemeldeten Nutzern in den USA. Die Anzeigen sollen kontextbezogen am Ende einer Antwort erscheinen. Wer sich beispielsweise über Rezepte unterhält, könnte anschließend eine Produktempfehlung für passende Zutaten sehen. Für die Zukunft plant OpenAI auch interaktive Werbeformate, bei denen Nutzer direkt Fragen zu beworbenen Produkten stellen können.
Wer die Tarife Pro, Business oder Enterprise nutzt, bleibt von Werbung verschont. Auch Minderjährige und Gespräche über sensible Themen wie Gesundheit oder Politik sollen werbefrei bleiben. OpenAI versichert zudem, dass Anzeigen die KI-Antworten nicht beeinflussen und Chat-Verläufe nicht an Werbetreibende weitergegeben werden. Wann die Werbefunktion nach Europa kommt, ist noch offen.
In the coming weeks, we plan to start testing ads in ChatGPT free and Go tiers.
We’re sharing our principles early on how we’ll approach ads–guided by putting user trust and transparency first as we work to make AI accessible to everyone.
What matters most:
– Responses in… pic.twitter.com/3UQJsdriYR— OpenAI (@OpenAI) January 16, 2026
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