Netflix hat am Dienstag seine Quartalszahlen vorgelegt und dabei einen neuen Meilenstein verkündet. Der Streamingdienst zählt mittlerweile 325 Millionen zahlende Abonnenten weltweit. Zudem widmete sich das Unternehmen der geplanten Warner Bros. Übernahme und ist zuversichtlich, dass der Deal genehmigt wird.

Werbefinanziertes Abo als Wachstumstreiber
Die Ergebnisse für das vierte Quartal liegen leicht über den Prognosen. Der Gewinn pro Aktie lag bei 56 Cent gegenüber prognostizierten 55 Cent, während der Umsatz 12,05 Milliarden Dollar erreichte statt der erwarteten 11,97 Milliarden. Der Nettogewinn stieg im Jahresvergleich von 1,87 Milliarden auf 2,42 Milliarden Dollar.
Das erreichte Umsatzwachstum von 18 Prozent führt Netflix auf mehrere Faktoren zurück. Neben dem Mitgliederwachstum und höheren Abopreisen spielt vor allem das werbefinanzierte Abonnement eine zunehmend wichtige Rolle. Seit dem Start Ende 2022 hat sich das Werbesegment zu einem echten Zugpferd entwickelt. Die Werbeeinnahmen haben sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt und übersteigen nun 1,5 Milliarden Dollar. Für 2026 rechnet Netflix sogar mit einer erneuten Verdopplung.
Netflix verbessert Übernahmeangebot
Im Dezember hatte Netflix angekündigt, den Streamingdienst HBO Max sowie die Filmstudios von Warner Bros. Discovery übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis liegt bei rund 72 Milliarden Dollar. Am Dienstag wurde bekannt, dass Netflix sein Übernahmeangebot nachgebessert hat. Zuvor sollten die Aktionäre eine Mischung aus Cash und Netflix-Aktien erhalten. Nun soll die Summe komplett in Cash bezahlt werden. Dabei erhalten die Aktionäre 27,75 Dollar pro Warner-Anteil.
Die geplante Übernahme kam für viele überraschend, denn Netflix hatte sich bislang aus großen Konsolidierungsgeschäften herausgehalten. Seit Oktober ist die Netflix-Aktie um fast 30 Prozent gefallen. Zusätzliche Unruhe bringen ein feindlicher Übernahmeversuch von Paramount Skydance für Warner Bros. sowie offene Fragen zur behördlichen Genehmigung.
Co-CEO Ted Sarandos zeigte sich auf der Investorenkonferenz jedoch zuversichtlich. Der Deal sei verbraucherfreundlich und innovationsfördernd. Außerdem betonte er, dass Netflix mit der Übernahme seine Inhalteproduktion erweitern wolle, anstatt Teams zusammenzulegen. Die Expertise der Warner-Mitarbeiter sei für die neuen Geschäftsbereiche unverzichtbar. Trotz der soliden Quartalszahlen fiel die Netflix-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent.
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