Apple plant ein ereignisreiches Jahr für die Mac-Produktlinie. Von aktualisierten MacBook Air und MacBook Pro Modellen über neue Desktop-Macs bis hin zu einem günstigen Einsteiger-MacBook und einem lang ersehnten neuen Studio Display soll einiges auf uns zukommen. Bloombergs Mark Gurman hat die Roadmap zusammengefasst, und sie klingt vielversprechend.

Die erste Jahreshälfte bringt solide Updates
Den Auftakt macht voraussichtlich ein überarbeitetes MacBook Pro mit den neuen M5 Pro und M5 Max Chips. Wer auf das große Redesign hofft, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Die für den Frühling geplanten MacBooks werden eher ein technisches Pflichtprogramm als eine Runderneuerung. Neben den neuen Prozessoren soll auch Apples N1 Netzwerkchip verbaut werden. Äußerlich dürfte sich wenig ändern. Die Vorstellung könnte bereits in den kommenden Wochen erfolgen, spätestens aber im Laufe der ersten Jahreshälfte.
Ähnlich verhält es sich mit dem MacBook Air. Auch hier steht ein Upgrade auf den M5 Chip und möglicherweise den N1 Netzwerkchip an. Wer auf ein OLED-Display beim Air wartet, muss sich wohl noch länger gedulden. Ein Display-Upgrade wird frühestens für 2028 erwartet.
Spannender wird es beim Mac Studio. Im vergangenen Jahr überraschte Apple mit einer ungewöhnlichen Kombination aus M4 Max und M3 Ultra. Für die kommende Generation rechnen Analysten fast sicher mit einem M5 Max Chip. Ob der Ultra-Variante ein M4 oder bereits ein M5 Ultra spendiert wird, bleibt abzuwarten. Bisherige Berichte deuten eher auf einen M5 Ultra hin.
Endlich ein neues Studio Display
Für Fans von Apple-Monitoren könnte 2026 ein besonderes Jahr werden. Nach über vier Jahren Funkstille soll endlich ein Nachfolger des Studio Display erscheinen. Konkrete Spezifikationen nennt Gurman in seinem aktuellen Bericht zwar nicht, doch frühere Gerüchte sprechen von HDR-Unterstützung, 120 Hz ProMotion und einem A19 Chip als Herzstück. Das wäre ein ordentlicher Sprung gegenüber dem aktuellen Modell, das bei vielen Nutzern vor allem wegen seiner veralteten Webcam und fehlenden HDR-Unterstützung in der Kritik steht.
Die zweite Jahreshälfte wird richtig interessant
Ab Herbst soll ein neuer Mac mini folgen. Ob dieser bereits mit einem M5 oder sogar M6 Chip ausgestattet wird, ist noch unklar. Gurman deutet an, dass der M6 möglicherweise früher kommen könnte als erwartet. Der Mac mini wäre also ein möglicher Kandidat für eine solche Premiere.
Besonders aufhorchen lässt das angekündigte Budget-MacBook. Apple arbeitet an einem deutlich günstigeren Einstiegsmodell mit A18 Pro Chip, 13 Zoll LCD und verschiedenen Farboptionen wie Pink und Gelb. Der Preis könnte bei etwa 699 Dollar beginnen und damit das MacBook Air mit seinen 999 Dollar spürbar unterbieten. Für Apple wäre das ein Schritt in neue Marktsegmente, in denen bisher günstigere Windows-Laptops und Chromebooks dominieren.
Das Highlight zum Jahresende
Den krönenden Abschluss soll ein komplett überarbeitetes MacBook Pro bilden. Es wäre die erste grundlegende Designänderung seit über fünf Jahren. Die Liste der erwarteten Neuerungen liest sich eindrucksvoll. Ein OLED-Display soll für bessere Kontraste und tieferes Schwarz sorgen. Das Gehäuse wird dünner ausfallen. Zudem könnte eine Touch-Unterstützung für den Bildschirm kommen. Sogar eine Mobilfunkoption steht im Raum.
Zwischenzeitlich gab es Spekulationen über eine Verschiebung auf Anfang 2027. Gurman zeigt sich in seinem aktuellen „Power On“-Newsletter jedoch zuversichtlich, dass Apple den Start des ersten OLED-MacBooks bis Ende 2026 schaffen wird.
Für Mac-Nutzer zeichnet sich damit ein spannendes Jahr ab. Wer bereits einen Kauf plant, sollte vielleicht noch etwas warten. Vor allem das redesignte MacBook Pro und das neue Studio Display könnten das Warten wert sein.
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