Apple wird am 29. Januar die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 veröffentlichen. Im Vorfeld der Geschäftszahlen haben die Analysten von JP Morgan nun ihre Einschätzungen noch einmal überarbeitet. Das neue Kursziel von 315 Dollar liegt deutlich über der vorherigen Prognose von 305 Dollar, die erst im Oktober 2025 von 290 Dollar angehoben worden war.

iPhone als Wachstumsmotor
Für das anstehende Quartal prognostiziert JP Morgan laut AppleInsider einen Gesamtumsatz von 139,8 Milliarden Dollar. Die Schätzung liegt über dem Konsens von 138,4 Milliarden Dollar. Das iPhone soll dabei 80,2 Milliarden Dollar beisteuern, was einem Wachstum von 16 Prozent im Jahresvergleich entspricht.
Die Dienstleistungssparte wird voraussichtlich etwas schwächer abschneiden als erwartet. JP Morgan rechnet hier mit 29,9 Milliarden Dollar, knapp unter dem Konsens von 30 Milliarden Dollar. Die Bruttomargen sollen sich im Rahmen der Apple-Prognose von 47 bis 48 Prozent bewegen und bei etwa 47,6 Prozent landen.
Kosten für KI-Modelle verschieben sich
Eine interessante Beobachtung betrifft die Betriebskosten. JP Morgan erwartet hier 17,5 Milliarden Dollar, deutlich unter der offiziellen Unternehmensprognose von 18,1 bis 18,5 Milliarden Dollar. Der Grund dafür könnte in einer zeitlichen Verschiebung bei den Lizenzgebühren für große Sprachmodelle liegen. Apple hat bekanntlich Vereinbarungen mit Google getroffen, um auf Gemini für die lang erwartete Siri-Überarbeitung zurückgreifen zu können.
Die steigenden Speicherpreise, die andere Hersteller belasten könnten, sehen die Analysten bei Apple als beherrschbar an. So sollen langfristige Lieferverträge und Skaleneffekte Apples Margen schützen.
Ausblick auf das zweite Quartal
Für das zweite Quartal 2026 erwartet JP Morgan ein Wachstum von 10 bis 12 Prozent auf 106,2 Milliarden Dollar. Die starke Nachfrage nach dem iPhone 17 soll hier die treibende Kraft sein. Auch die Dienstleistungssparte könnte erstmals die Marke von 30 Milliarden Dollar überschreiten, während die Bruttomargen bei robusten 48 Prozent liegen sollen.
Das Jahr 2026 verspricht für Apple spannend zu werden. Mit dem iPhone 18 am Horizont und einer weiter wachsenden Dienstleistungssparte scheinen die Analysten gute Gründe für ihren Optimismus zu haben.
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