Apple arbeitet angeblich an gleich zwei Kamera-Upgrades für das iPhone 18 Pro. Schon länger kursieren Gerüchte über eine variable Blende für das Gerät. Laut dem chinesischen Leaker „Smart Pikachu“ ist diese Funktion nun in die späte Sampling-Phase eingetreten. Zusätzlich soll Apple derzeit ein optisches System zur Verlängerung der Brennweite evaluieren.

Fotocredit: Apple
Was eine variable Blende bringen würde
Die zentrale Stärke einer variablen Blende liegt in der präziseren Kontrolle der Schärfentiefe. Fotografen können damit bewusst entscheiden, wie viel vom Bild scharf abgebildet werden soll. Eine geringe Schärfentiefe isoliert das Hauptmotiv vom Hintergrund und sorgt für den bekannten Bokeh-Effekt. Eine mittlere Schärfentiefe hält das Motiv im Fokus, lässt den Hintergrund aber noch erkennbar bleiben. Bei maximaler Schärfentiefe bleibt vom Vordergrund bis zum Horizont alles gestochen scharf. Da eine variable Blende den Lichteinfall steuert, ermöglicht sie zudem in dunklen Umgebungen hellere Aufnahmen.
Der Porträtmodus des iPhone simuliert bereits heute eine geringe Schärfentiefe per Software. Das Teleobjektiv liefert durch seine längere Brennweite ebenfalls einen natürlichen Unschärfe-Effekt. Eine mechanisch variable Blende würde jedoch deutlich mehr Flexibilität in unterschiedlichsten Aufnahmesituationen bieten.
Der Analyst Ming-Chi Kuo hatte die variable Blende bereits im Dezember 2024 für die Hauptkamera beider Pro-Modelle in Aussicht gestellt. Ein Bericht vom Oktober 2025 bestätigte, dass Apple die Pläne weiterverfolgt und mit Zulieferern über die nötigen Komponenten spricht.
Telekonverter für das iPhone 18 Pro
Während wir bereits des Öfteren von der Möglichkeit einer variablen Blende gehört haben, ist die Meldung über ein zusätzliches optisches Zoom-System neu. Bei klassischen DSLR-Kameras kennt man sogenannte Telekonverter, die zwischen Objektiv und Kamera gesetzt werden, um die Brennweite zu verlängern. Laut dem Leaker könnte Apple das System in das iPhone integrieren, womit die Kamera einen größeren Zoom bieten würde, ganz ohne den Einsatz von KI oder ähnlichen Maßnahmen. Der Nachteil wäre jedoch ein reduzierter Lichteinfall.
Wie Apple so etwas in einem Smartphone umsetzen würde, bleibt offen. Denkbar wäre, dass die variable Blende hier ins Spiel kommt, um den Lichtverlust auszugleichen und der Software bei der Bildverarbeitung mehr Spielraum zu geben.
Änderungen sind noch möglich
Das grundlegende Design des iPhone 18 Pro dürfte Apple zu diesem Zeitpunkt bereits finalisiert haben. Bei den Kameramodulen testet das Unternehmen allerdings oft verschiedene Optionen parallel, ohne sich frühzeitig festzulegen.
Beide Features könnten also noch gestrichen werden, falls sie Apples Qualitätsansprüchen nicht genügen. Die variable Blende war beispielsweise schon für das iPhone 17 Pro im Gespräch gewesen, schaffte es aber nicht ins finale Produkt. Beide iPhone 18 Pro Modelle werden voraussichtlich im September 2026 vorgestellt.
„Smart Pikachu“ hat sich bisher vor allem mit präzisen Informationen zu Android-Produkten einen Namen gemacht. Bei Apple-Gerüchten ist der Leaker ein relativer Neuling. Die Angaben sollten daher mit Vorsicht behandelt werden. Zuletzt hatte der Account behauptet, das kommende iPhone 17e werde eine Dynamic Island und einen gedrosselten A19-Chip erhalten.
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