Apple steht vor einer Herausforderung, die 2026 die gesamte Smartphone-Branche betrifft. DRAM-Speicher wird knapp, und die Preise steigen deutlich. Laut Analyst Ming-Chi Kuo wird Apple dennoch versuchen, den Einstiegspreis des iPhone 18 stabil zu halten.

Quartalsweise Preisverhandlungen mit Zulieferern
Apple verhandelt die Speicherpreise mit seinen Lieferanten alle drei Monate neu. Für das zweite Quartal 2026 rechnet Kuo mit weiteren Preiserhöhungen, nachdem bereits im ersten Quartal höhere Kosten angefallen sind. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Speicherpreise Schätzungen zufolge zwischen 10 und 25 Prozent höher.
Apples Verhandlungsmacht zeigt sich in der Krise
Die gestiegenen Speicherkosten werden sich auf die Gewinnmargen des iPhone auswirken. Apple befindet sich allerdings in einer komfortablen Position. Das Unternehmen kann langfristige Lieferverträge abschließen und einen Teil der Mehrkosten selbst tragen. Die Strategie dahinter ist nachvollziehbar. Apple nimmt kurzfristig niedrigere Margen in Kauf, um Marktanteile zu gewinnen. Die entgangenen Gewinne holt das Unternehmen später über sein wachsendes Dienstleistungsgeschäft wieder herein.
Laut Kuo zeigt sich hier Apples enorme Verhandlungsmacht. Während andere Hersteller selbst bei höherer Zahlungsbereitschaft keine garantierte Lieferzusage erhalten, kann Apple sich die benötigten Mengen langfristig sichern.
Preisgestaltung folgt bewährtem Muster
Bereits beim iPhone 17 hat Apple eine ähnliche Strategie verfolgt. Das Basismodell blieb bei 799 Dollar, obwohl die Komponentenkosten gestiegen waren. Lediglich das iPhone 17 Pro wurde 100 Dollar teurer, da Apple die Basisspeicherkapazität auf 256 GB angehoben hat.
Kuo erwartet, dass Apple im Rahmen der Quartalszahlen am 30. Januar auf die Speicherpreisentwicklung eingehen wird. Seine Einschätzung lautet, dass Apple Preiserhöhungen so lange wie möglich vermeiden wird.
Engpässe betreffen die gesamte Branche
Die Knappheit beschränkt sich nicht nur auf DRAM. Auch LPDDR- und NAND-Speicher sind von Engpässen und höheren Preisen betroffen. Der Grund liegt in der enormen Nachfrage der KI-Industrie. Chiphersteller priorisieren derzeit Hochleistungsspeicher für KI-Server gegenüber dem Speicher, der in Smartphones verbaut wird. Experten gehen davon aus, dass diese Entwicklung zu Preiserhöhungen bei Smartphones verschiedener Hersteller führen könnte.
Das 17 Pro ist nicht teurer geworden. Es ist sogar 30€ günstiger geworden. Das 16 Pro 256GB kostete 1329€. Das 17 Pro kostet jetzt 1299€. Lediglich die 128GB Variante wurde gestrichen wodurch der Sprung von 17 auf 17 Pro jetzt 350€ ausmacht. Für 350€ leider auch nur Alu, A18 Pro, USB 3, LiDAR, Telezoom. Das ist für den Aufpreis weniger Mehrwert als vorher und schwer zu rechtfertigen.