Sonos will das Vertrauen seiner Nutzer zurückgewinnen

| 17:59 Uhr | 0 Kommentare

Die Sonos-App hat seit dem großen Umbau im Jahr 2024 keinen guten Ruf. Viele Nutzer klagen über Instabilität, umständliche Menüführung und schwer nachvollziehbare Fehler. CEO Thomas Conrad hat sich nun auf Reddit der Community gestellt und dabei offen eingeräumt, dass Sonos ein Vertrauensproblem hat.

Fotocredit: Sonos

Erst die Grundlagen, dann neue Funktionen

Conrad machte deutlich, dass 2025 im Zeichen der Schadensbegrenzung stand. Stabilität, Performance und Zuverlässigkeit hatten Priorität. Diese Arbeit sei zwar nie abgeschlossen, doch Sonos befinde sich mittlerweile in einer deutlich besseren Position als noch vor einem Jahr. Für 2026 verschiebt sich der Fokus nun auf die Bedienbarkeit. Häufig genutzte Funktionen sollen schneller erreichbar sein, Menüs weniger verschachtelt.

iPhone-Nutzer müssen weiter warten

Eine Frage, die immer wieder auftaucht, betrifft die Steuerung über den iPhone-Sperrbildschirm. Conrad erklärte, warum das nicht so einfach umzusetzen ist. Apple reserviert die klassischen Mediensteuerungen für Apps, die Audio direkt auf dem Gerät abspielen. Sonos hingegen steuert Lautsprecher im Netzwerk und fällt damit nicht in diese Kategorie. Als mögliche Alternative nannte Conrad die Möglichkeit der Live-Aktivitäten, räumte aber ein, dass deren Umsetzung technisch anspruchsvoll ist. Die Statusanzeigen müssten ständig aktuell gehalten werden, ohne den Akku übermäßig zu belasten.

Warum zusätzliche Heimkino-Lautsprecher so schwierig sind

Der Wunsch nach flexibleren Heimkino-Konfigurationen kam ebenfalls zur Sprache. Viele Nutzer würden gerne zusätzliche Front-Lautsprecher neben ihrer Soundbar einsetzen. Conrad zeigte Verständnis, dämpfte aber die Erwartungen. In Wohnzimmern mit unterschiedlichen Raumgrößen und wechselhaften WLAN-Bedingungen werde die Synchronisation schnell zum Problem. Damit Bild und Ton zusammenpassen und der Klang nicht leidet, braucht es eine präzise Abstimmung zwischen allen Komponenten. Sonos arbeite an erweiterten Setups, wolle aber nur Funktionen veröffentlichen, die auch unter realen Bedingungen zuverlässig funktionieren, führt Conrad weiter aus.

Eindeutige Fehlermeldungen sollen helfen

Ein weiteres Vorhaben betrifft die Fehlerdiagnose. Statt kryptischer Meldungen soll die App künftig verständlich erklären, ob ein Problem am Heimnetz, am Streamingdienst oder an Sonos selbst liegt. Das würde nicht nur den Support entlasten, sondern auch Nutzern ermöglichen, viele Probleme selbst zu lösen.

Kategorie: App Store

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