Mit dem KICKR Core hat Wahoo seit mehreren Jahren einen der beliebtesten (und bezahlbaren) Smart-Trainer im Portfolio. Ende letzten Jahres hat der Hersteller mit dem Wahoo KICKR Core 2 nachgelegt und eine neue Generation aufgelegt. Wahoo verspricht spürbare Verbesserungen bei Fahrgefühl, Genauigkeit und Konnektivität – ohne dabei preislich in die Region des High-End-KICKR vorzustoßen. Wir haben uns Wahoo Kickr Core 2 im Detail angesehen und getestet.

Wahoo Kickr Core 2 im Test
Allgemein
In den letzten Monaten haben wir unsere sportlichen Aktivitäten beim Rennradfahren deutlich ausgedehnt. Der alte „Drahtesel“ wurde flott gemacht, mit Wahoo Elemnt Roam 3 wurde ein leistungsstarker Fahrradcomputer angeschafft, mit Wahoo Trackr wird die Herzfrequenz gemessen und das Powermeter 4iiii Precision 3+ sorgt für die Leistungsmessung am Rennrad.
Bei den aktuell vorherrschenden kalten Temperaturen sowie Schnee und Eis trainieren wird doch lieber Indoor. Hier bietet sich unter anderem eine „smarte Rolle“ an, in die man sein Rennrad einspannen kann. Ende letzten Jahres hat Wahoo mit KICKR Core 2 die zweite Generation seines KICKR Core Smart Trainers auf den Markt gebracht. Genau dieses Modell haben wir näher unter die Lupe genommen.
- KICKR CORE Zwift ist der intelligentere Weg, mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen; der neue KICKR...
- KICKR CORE ist der intelligentere Weg, mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen
Grundsätzlich unterscheidet Wahoo zwischen zwei unterschiedlichen Modellen. Neben dem Wahoo KICKR Core 2 Smart Trainier mit vorinstallierter 11-fach Kassette könnt ihr euch für KICKR Core 2 mit Swift Cog und Click entscheiden. Das zuletzt genante Modell ist es bei uns geworden. Das vorinstallierte Zwift Cog (anstatt der Kassette) gibt euch alles, was ihr für eure Ziele benötigt – und es ist kompatibel mit beinahe allen Fahrrädern mit 8 bis 13 Gängen. Das Zwift Click lässt sich mühelos an jedem Lenker montieren, ermöglicht ein nahtloses und leises virtuelles Schalten und bietet die volle Zwift Kontrolle: Lenken, durch Menüs navigieren, Fahrten starten und vieles mehr.
Design und Verarbeitung
Optisch bleibt sich Wahoo treu. Der KICKR Core 2 setzt weiterhin auf ein robustes Stahlgehäuse, breite Standfüße und eine klare, funktionale Formsprache. Das Gerät wirkt massiv, ohne klobig zu sein, und bringt rund 13,6 Kilogramm auf die Waage. Damit steht der Trainer auch bei intensiven Sprints sicher auf dem Boden.

Neu ist die überarbeitete Standkonstruktion, die nun noch mehr Stabilität bietet und leichte Unebenheiten im Boden besser ausgleicht. Die Füße lassen sich werkzeuglos ausklappen, was den Aufbau angenehm unkompliziert macht. Insgesamt hinterlässt der KICKR Core 2 einen sehr hochwertigen Eindruck – genau das, was man in dieser Preisklasse erwarten darf.
Apropos Stand: Hier könnten die sogenannten Rocker Standfuße noch eine ideale Ergänzung für euch sein.
Aufbau und Kompatibilität: Schnell startklar

Der Aufbau des KICKR Core 2 ist recht simpel. Wahoo stellt euch ein kurzes Video zur Verfügung, welches euch den Aufbau veranschaulicht. Auch wenn die deutschen Untertitel des Videos „gewöhnungsbedürftig“ sind und an der ein oder anderen Stelle irgendwie falsch klingen, lässt sich der Smart Trainer innerhalb kürzester Zeit aufbauen und in Betrieb nehmen. Sobald der eigentliche KICKR Core 2 steht könnt ihr das Hinterrad eures Rennrads entnehmen und den hinteren Teil eures Rennrads in der Aufnahme des KICKR Core 2 positionieren. Ein Außenseiten-Adapter für Schnellöffnung, ein umschaltbarer Nabenabstand für 130-mm- und 135-mm-Schnellöffnung, ein Nicht-Antriebsseiten-Adapter für 12 × 142 und 12 × 148 sowie ein antriebsseitiger Steckachsen-Adapter sind im Lieferumfang enthalten. Unsere Cannondale war so innerhalb von 15 Minuten installiert.

Im nächsten Schritt haben wir ZWIFT Click und somit die beiden kleinen Steuerungselemente am Lenkrand befestigt. Auch das war keine echte Hürde.
Technik und Leistungsdaten: Präzise und leise
Im Inneren des KICKR Core 2 arbeitet ein elektromagnetisches Widerstandssystem, das eine maximale Leistung von bis zu 1.800 Watt simulieren kann (KICKR: 2.200 Watt). Steigungen werden mit bis zu 16 Prozent (KICKR: 20 Prozent) realistisch nachgebildet. Für die meisten Trainingsszenarien – von Grundlagenfahrten bis hin zu intensiven Intervallen – ist das mehr als ausreichend.

Besonders wichtig: die Messgenauigkeit. Wahoo gibt diese mit +/- 2 Prozent an (KICKR: +/- 1 Prozent). Damit dürften die meisten Hobby- und ambitionierten Radfahrer absolut zufrieden sein. Im Test zeigte sich der Trainer sehr konstant und lieferte reproduzierbare Werte, die sich gut mit externen Leistungsmessern decken. Für strukturierte Trainingspläne und virtuelle Wettkämpfe ist das ein entscheidender Punkt.
Positiv fällt zudem die Geräuschentwicklung auf. Der KICKR Core 2 arbeitet angenehm leise, sodass vor allem der Antrieb des Fahrrads lauter ist als der Trainer selbst. Für das Training in Mietwohnungen oder späten Abendstunden ist das ein großer Pluspunkt. Nicht falsch verstehen: Beim Training entstehen Geräuschen, allerdings halten sich diese in Grenzen. Bei einem normalen Training haben dir rund 64db gemessen.
Fahrgefühl: Realistisch und gleichmäßig
Eines der Highlights des KICKR Core 2 ist das verbesserte Schwungrad, das für ein noch natürlicheres Fahrgefühl sorgt. Beschleunigungen, Ausrollen und Tempowechsel wirken harmonisch. Besonders bei längeren Einheiten macht sich das bemerkbar, da das Treten weniger „digital“ und deutlich runder wirkt als bei günstigeren Trainern.

Im ERG-Modus reagiert der KICKR Core 2 präzise auf Leistungsänderungen und hält den vorgegebenen Wattwert stabil – ideal für Intervall- und Sweet-Spot-Training. Der Rennmodus sorgt dafür, dass Leistungsdaten bis zu 10-mal schneller als der vorherige CORE gesendet werden – für schnellere Reaktionsfähigkeit bei starken Beschleunigungen.
Konnektivität und Apps: Offen und vielseitig
Der Smart-Trainer unterstützt WLAN, Bluetooth (bis zu 3 Verbindungen), ANT+ und ANT+ FE-C und lässt sich somit mit nahezu allen gängigen Plattformen koppeln. Dazu zählen unter anderem:
- Zwift
- TrainerRoad
- Wahoo SYSTM
- Rouvy
- Apple Watch (über kompatible Apps)
Neu beim KICKR Core 2 ist die KICKR Bridge. Diese streamt Daten von Herzfrequenzmessern und anderen Controllern direkt über den Trainer zu eurer Trainingsapp und reduziert auf diese Weise Gerätekonflikte. In unserem Fall haben wir zum Beispiel Swift Click sowie den Brustgurt Wahoo Trackr mit der KICKR Bridge verbunden und den Smart Trainer anschließend mit der Trainings-App gekoppelt.
Die Verbindung war im Test stets stabil, Abbrüche oder Verzögerungen traten nicht auf.
Fazit: Starker Allrounder mit sinnvoller Evolution
Der KICKR Core 2 richtet sich an eine breite Zielgruppe. Einsteiger profitieren vom einfachen Setup und der hohen Stabilität, während ambitionierte Hobbyfahrer und Rennrad-Enthusiasten die präzisen Leistungsdaten und das realistische Fahrgefühl zu schätzen wissen. Lediglich Profi-Athleten, die maximale Steigungen oder absolute Spitzenleistungen benötigen, greifen eher zum großen KICKR greifen.

Mit dem KICKR Core 2 liefert Wahoo ein gelungenes Update eines ohnehin sehr beliebten Smart-Trainers. Verbesserungen beim Fahrgefühl, eine hohe Messgenauigkeit und die gewohnt breite Plattform-Unterstützung machen den Trainer zu einer sehr attraktiven Wahl im Mittelklasse-Segment.
Wer einen leisen, zuverlässigen und zukunftssicheren Smart Trainer sucht, ohne gleich zum Topmodell greifen zu wollen, findet im Wahoo KICKR Core 2 einen überzeugenden Trainingspartner für die Indoor-Saison.

Die Verarbeitung des Gerätes kann als sehr gut umschrieben werden. KICKR Core 2 ist sehr leise im Betrieb und bietet euch ein realistisches Fahrgefühl. Eine hohe Kompatibilität sorgt dafür, dass ihr die Trainings-App eurer Wahl verwenden könnt. Wir haben Swift verwendet und waren mit dieser Trainings-App mehr als zufrieden.
Preis & Verfügbarkeit
Der Listenpreis von Wahoo KICKR Core 2 beträgt 549,99 Euro. Zuletzt haben wir allerdings regelmäßig Preise für deutlich unter 500 Euro gesehen. In unseren Augen bietet Wahoo KICKR Core 2 ein Top-Preis-Leistungsverhältnis. Der Smart Trainer ist vielerorts verfügbar und kann unmittelbar versandt werden.
- KICKR CORE Zwift ist der intelligentere Weg, mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen; der neue KICKR...
- KICKR CORE ist der intelligentere Weg, mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen
- KICKR CORE ist der intelligentere Weg, mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen; der neue KICKR CORE...
- KICKR CORE ist der intelligentere Weg, mit dem Indoor-Radfahren zu beginnen
0 Kommentare