Siri auf Google-Servern? Was an den Gerüchten zur Google-Partnerschaft dran ist

| 15:22 Uhr | 0 Kommentare

Dass Apple und Google künftig bei künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten, sorgt für wilde Spekulationen. Während beide Unternehmen offiziell nur wenige Details preisgeben, lässt sich aus den jüngsten Aussagen der CEOs Tim Cook und Sundar Pichai ein klareres Bild zeichnen.

Die Faktenlage

Eine Sache steht fest, nämlich dass Apple und Google uns nicht alle Details dieser Partnerschaft verraten werden. Tim Cook betonte jedoch, dass Apple seine Datenschutzstandards auch in der Zusammenarbeit mit Google nicht aufweichen werde. Apple Intelligence und Siri sollen weiterhin auf dem Gerät selbst sowie über Private Cloud Compute laufen.

Diese Aussage klingt zunächst eindeutig. Doch bei Googles Quartalszahlen fielen dann Formulierungen, die für Verwirrung sorgten. Sowohl CEO Sundar Pichai als auch CBO Philipp Schindler sprachen davon, dass Google Apples „bevorzugter Cloud-Anbieter“ sei. Das wird nun von einigen Analysten als Widerspruch zu Cooks Versprechen angesehen.

Die Erklärung ist simpler als gedacht

Die Analysten versuchen, einen versteckten Konflikt zwischen den Aussagen zu konstruieren. Es wird beispielsweise spekuliert, dass Apple Intelligence und Siri als zwei separate Produkte behandelt werden könnten. Cook würde demnach nur über Apple Intelligence sprechen, während Siri in Zukunft auf Google-Technik laufen würde.

Diese Interpretation macht die Sache komplizierter als nötig. Denn eigentlich widersprechen sich die Aussagen gar nicht, wenn man sie zusammenfügt.

Apple sagt, dass Gemini die Grundlage für die Apple Foundation Models bildet, die auf dem Gerät und in Private Cloud Compute laufen. Google wiederum betont, dass die Partnerschaft Apple Foundation Models umfasst, die auf Gemini-Technologie basieren, wobei Google als bevorzugter Cloud-Anbieter fungiert.

Kombiniert man diese Aussagen mit Berichten über Apples Bedarf an leistungsfähigerer Server-Technologie für iOS 27, ergibt sich ein schlüssiges Szenario. Apple nutzt eine für Private Cloud Compute angepasste Version von Gemini, um die eigenen Foundation Models zu trainieren und leistungsfähiger zu machen. Diese verbesserten Modelle treiben dann sowohl Apple Intelligence als auch Siri an.

Ähnlich wie Apple bereits heute Google-Server für iCloud nutzt, dürfte das Unternehmen künftig auch Google-Tensor-Server für bestimmte Private Cloud Compute-Operationen mieten. Das bedeutet nicht automatisch einen Bruch mit Apples Datenschutzversprechen. Die gleichen Sicherheitsgarantien könnten auch auf gemieteter Hardware umgesetzt werden.

Allerdings definiert Apple Private Cloud Compute derzeit über Apple Silicon, Secure Enclave und Secure Boot. Eine mögliche Lösung wäre, Apple-Chips als Zwischenschicht für die Verschlüsselung einzusetzen, während die eigentliche Rechenarbeit auf Googles TPUs stattfindet.

Was wir erwarten können

Apples Garantien für Private Cloud Compute sind so konkret formuliert, dass jede Abweichung rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen würde. Cooks Aussagen lassen hier keinen Interpretationsspielraum. Interessant wird es bei der finalen Vorstellung der neuen Siri mit iOS 26.4 und später iOS 27. Die Wortwahl, die Apple dann verwendet, wird verraten, wie die technische Umsetzung tatsächlich aussieht. Bis dahin bleibt vieles Spekulation.

Wie AppleInsider zusammenfasst, ist die Grundrichtung jedoch klar. Apple will mit Googles Hilfe seine KI-Fähigkeiten ausbauen, ohne dabei die eigenen Datenschutzprinzipien zu opfern.

Kategorie: Apple

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