Apple könnte den M5 Pro und M5 Max aus demselben Chip fertigen

| 7:11 Uhr | 0 Kommentare

Bei allen bisherigen Apple Silicon-Generationen waren die Pro- und Max-Varianten physisch unterschiedliche Chips. Beim M5 könnte sich das ändern. Ein aktueller Leak legt nahe, dass Apple beide Varianten aus demselben Chip fertigt und lediglich die Anzahl aktiver Kerne sowie den verfügbaren Arbeitsspeicher anpasst.

Fotocredit: Apple

Neue Packaging-Technik macht es möglich

Schon im vergangenen Jahr berichteten mehrere Quellen, dass Apple für die stärkeren M5-Varianten auf das sogenannte SoIC-Packaging setzt. Diese Technik stammt ursprünglich aus dem Serverbereich und erlaubt es, CPU und GPU als getrennte Einheiten auf einem gemeinsamen 2,5D-Package unterzubringen. Anders als beim bisherigen monolithischen Ansatz werden die Recheneinheiten also nicht mehr auf einem einzigen Stück Silizium gefertigt.

Der praktische Vorteil liegt in der Flexibilität. Wenn CPU- und GPU-Kerne physisch voneinander getrennt sind, lassen sich beide unabhängig voneinander skalieren. Wer vor allem Grafikleistung braucht, könnte beim Kauf theoretisch also eine Variante mit mehr GPU-Kernen wählen, ohne gleichzeitig für die maximale CPU-Ausstattung zahlen zu müssen. Ob Apple diese Freiheit tatsächlich anbieten wird, ist noch nicht bekannt.

Dafür spräche eine Neuerung im Apple Online Store. Die bisherigen vorkonfigurierten Modelle sind verschwunden. Stattdessen landen Käufer jetzt direkt in einem Konfigurator und stellen ihre Ausstattung komplett selbst zusammen. Das ergibt vor allem dann Sinn, wenn Apple in Zukunft tatsächlich mehr Kombinationsmöglichkeiten bei den Chips anbieten will.

Im Beta-Code fehlt jede Spur vom M5 Pro

YouTuber Vadim Yuryev hat in dem Zusammenhang eine interessante Beobachtung gemacht. In einem geleakten Beta-Code tauchte zwar der M5 Max auf, vom M5 Pro war aber nichts zu finden. Wie er erklärt, ergibt das durchaus Sinn. So benötigt Apple keinen separaten M5 Pro, weil beide Chips ohnehin auf demselben Design basieren. Der M5 Pro wäre dann nichts anderes als ein M5 Max mit weniger aktiven GPU-Kernen und weniger RAM.

Mit nur einem Chipdesign spart Apple Entwicklungskosten und vereinfacht die Fertigung erheblich. Chips, bei denen einzelne Kerne nicht fehlerfrei arbeiten, lassen sich einfach als Pro-Variante verkaufen, statt aussortiert zu werden. Auch beim Logic Board im MacBook Pro bräuchte es nur noch ein einziges Layout für beide Modelle.

Ob das alles so zutrifft, wird sich spätestens beim ersten Teardown der neuen MacBooks zeigen. Bis dahin bleibt es aber die bisher schlüssigste Erklärung dafür, warum der M5 Pro in Apples eigenem Code schlicht nicht existiert.

Kategorie: Mac

Tags: , ,

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert