Apples Formel-1-Film hat an den Kinokassen überzeugt, bei den Oscars für Aufsehen gesorgt und Apple Studios einen Prestigeerfolg beschert. Jetzt steht fest, dass es eine Fortsetzung von „F1: The Movie“ geben wird. Produzent Jerry Bruckheimer hat gegenüber der BBC bestätigt, dass bereits an einem zweiten Teil gearbeitet wird.

600 Millionen Dollar und viel Aufmerksamkeit
Dass Apple mit dem Formel-1-Film ein Risiko eingegangen ist, lässt sich kaum bestreiten. Mit einem kolportierten Budget von rund 300 Millionen Dollar stand der Streifen unter erheblichem Erfolgsdruck. Laut Box Office Mojo spielte F1 weltweit über 600 Millionen Dollar ein. Nach Hollywood-Maßstäben ist das kein Rekordergebnis, aber es reicht, um das Projekt als wirtschaftlichen Erfolg zu verbuchen. Mindestens genauso wichtig war allerdings die enorme Aufmerksamkeit, die der Film für die Formel 1 als Marke erzeugt hat.
Überraschungsgast bei den Oscars
Richtig spannend wurde es dann in der Awards Season. F1 sicherte sich vier Oscar-Nominierungen, darunter drei in technischen Kategorien wie bester Ton, bester Schnitt und beste visuelle Effekte. Die eigentliche Überraschung war jedoch die Nominierung als bester Film. Damit tritt der Blockbuster gegen Kritikerlieblinge wie „One Battle After Another“, „Sinners“ und „Sentimental Value“ an. Dass F1 in dieser Kategorie tatsächlich gewinnt, gilt als nahezu ausgeschlossen.
Die Kritiken fielen eher durchwachsen bis positiv aus, was nicht dem typischen Profil eines Oscar-Gewinners entspricht. Die Nominierung allein dürfte für Bruckheimer und Apple Studios aber bereits ein großer Prestigegewinn gewesen sein, der die Argumente für eine Fortsetzung weiter gestärkt hat.
Wer kehrt zurück?
Zu den konkreten Plänen für den zweiten Teil hielt sich Bruckheimer noch bedeckt. Weder zum Zeitplan noch zur Besetzung gab es Details. Regisseur Joseph Kosinski wäre allerdings die naheliegende Wahl. Immerhin ist F1 bereits der zweite Film unter seiner Regie, der für Bruckheimer eine „Best Picture“-Nominierung eingefahren hat. Der erste war „Top Gun: Maverick“, der finanziell noch erfolgreicher war.
Hauptdarsteller Brad Pitt ist mittlerweile 62 Jahre alt, signalisierte jedoch Bereitschaft für einen zweiten Teil, sofern sein Charakter „Sonny Hayes“ eine glaubwürdige Weiterentwicklung erfährt. Bruckheimer bezeichnete die Zusammenarbeit mit ihm als großartige Erfahrung, ließ aber offen, ob Pitt oder sein Co-Star Damson Idris für die Fortsetzung zurückkehren werden. Fest steht jedoch, dass Apple ausreichend Vertrauen in die Marke hat, um das Projekt weiterzuverfolgen.
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