Apple rüstet seine KI-Server auf. In einem aktuellen Software-Update für Apples Private Cloud Compute Plattform sind Hinweise aufgetaucht, dass das Unternehmen M5-Chips in seinen Cloud-Servern einsetzen wird. Diese Server übernehmen bei Apple Intelligence alle KI-Anfragen, die nicht direkt auf dem Gerät erledigt werden können.

Neue KI-Server für Apple Intelligence
Entwickler haben das Software-Update genauer unter die Lupe genommen und dabei Referenzen zu einem sogenannten „Private Cloud Compute Agent Worker“ entdeckt. Dieser läuft auf einer speziellen iOS-Version mit einer neuen agentenbasierten Architektur. Das bedeutet, dass KI-Anfragen von eigenständigen Software-Agenten verarbeitet werden, die Aufgaben selbstständig koordinieren und abarbeiten können.
Wie 9to5Mac berichtet, enthält auch iOS 26.4 bereits den nötigen Code, um mit dieser überarbeiteten Infrastruktur zu kommunizieren. Die Server-Infrastruktur trägt dabei die Modellnummer J226C und wird vom M5-Chip angetrieben. Viele Details fehlen noch, aber Apple bereitet seine Cloud-Plattform offensichtlich auf die kommenden Siri-Funktionen und erweiterten Apple Intelligence Features vor.
Bislang setzte Apple in seinen Private Cloud Compute Servern auf den M2 Ultra, der im Juni 2023 vorgestellt wurde. Den M3 Ultra, der im vergangenen Jahr folgte, hat Apple allerdings nie in die PCC-Infrastruktur übernommen. Auch der geplante Umstieg auf M4-Chips scheint sich nicht in größerem Umfang durchgesetzt zu haben. Mit dem Sprung direkt zum M5 überspringt Apple also gleich zwei Chipgenerationen in seiner Serverarchitektur.
Parallel dazu arbeitet Apple an speziellen KI-Serverchips. Laut dem Analysten Ming-Chi Kuo soll die Massenproduktion in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten, bevor die Chips 2027 zum Einsatz kommen. Zusätzlich hat Apple im Oktober bestätigt, dass in einer Fabrik in Texas bereits Private Cloud Compute Server gefertigt werden. Das gehört zum 600-Milliarden-Dollar-Investitionspaket in die US-Infrastruktur.
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