Wer auf ein komplett neues iPad Pro hofft, benötigt womöglich viel Geduld. Der chinesische Leaker Instant Digital behauptet auf Weibo, dass Apple keine grundlegende Neugestaltung des Flaggschiff-Tablets plant. Stattdessen soll sich der Konzern in den kommenden Jahren auf regelmäßige Chip-Updates beschränken, während das äußere Design weitgehend unangetastet bleibt.

Warum Apple beim aktuellen Design bleiben könnte
Als Gründe für die verlängerte Designpause nennt der Leaker die hohen Kosten der OLED-Panels und ein eher verhaltenes Verkaufswachstum nach dem letzten Redesign. Apple hat dem iPad Pro erst 2024 eine umfassende Überarbeitung spendiert, die erste seit 2018. Damals kamen OLED-Displays, ein dünneres Gehäuse und M-Serie-Chips ins Spiel. Im Oktober 2025 folgte das M5-Update, das sich ganz auf Leistung und Konnektivität konzentrierte, ohne am Äußeren etwas zu verändern.
Der Wechsel zu OLED hat die Bildqualität zwar auf ein neues Niveau gehoben, gleichzeitig aber die Fertigungskosten erhöht. In den Displaygrößen, die Apple beim iPad Pro verbaut, sind OLED-Panels nach wie vor erheblich teurer als LCD-Alternativen. In einem weitgehend gesättigten Tablet-Markt belastet das die Margen. Es ergibt also wirtschaftlich Sinn, die kostspielige Designentwicklung über mehrere Generationen zu nutzen und die Entwicklungskosten auf eine größere Stückzahl zu verteilen.
Unter der Haube tut sich trotzdem etwas
Auch ohne neues Gehäuse soll es Fortschritte geben. Apple plant angeblich, das iPad Pro Ende 2026 oder Anfang 2027 mit einem M6-Chip auszustatten. Zusätzlich ist von einer Vapor-Chamber-Kühlung die Rede, ähnlich wie sie beim iPhone 17 Pro zum Einsatz kommen soll. Solche Verbesserungen würden die Leistung unter Dauerlast steigern, ohne das Erscheinungsbild verändern zu müssen.
Für die Zielgruppe wäre das vermutlich völlig in Ordnung. Kreativprofis, Entwickler und Power-User behalten ihre iPad Pros ohnehin oft drei bis fünf Jahre. Ein verlässlicher Upgrade-Rhythmus ohne ständige Designwechsel stärkt die Rolle des Geräts als langlebiges Arbeitswerkzeug.
Wir haben immer Pro Geräte gekauft, weil man damit einfach langfristig gut bedient war. Aber die Preispolitik von Apple ist nett gesagt, immer bescheidener geworden.