Jony Ives erstes OpenAI-Gerät soll ein kompakter KI-Begleiter mit Kamera werden

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OpenAI arbeitet gemeinsam mit dem ehemaligen Apple-Chefdesigner Jony Ive an mehreren Hardware-Produkten, die künstliche Intelligenz in den Alltag bringen sollen. Das erste gemeinsame Projekt, das auf den Markt kommen soll, ist ein kompaktes, bildschirmloses KI-Gerät mit integrierter Kamera. Daneben arbeitet OpenAI laut The Information auch an einer smarten Lampe und einer KI-Brille.

Fotocredit: OpenAI

Ein Gerät, das seine Nutzer kennt

Das kompakte KI-Gerät von OpenAI verfügt über eine integrierte Kamera und soll lernen, wer es benutzt und was sich in der Umgebung befindet. Eine Gesichtserkennung gehört zum Funktionsumfang, ebenso wie die Möglichkeit, über das Gerät Einkäufe zu tätigen.

Das wichtigste Feature ist die KI-Integration, die es ermöglicht, Fragen zu stellen und Aufgaben zu delegieren. Das Gerät soll zudem mitbekommen, was um den Nutzer herum passiert, und daraus Vorschläge ableiten. Vorstellbar ist etwa die Empfehlung einer rechtzeitigen Schlafenszeit, wenn am nächsten Morgen ein frühes Meeting ansteht.

Interessant ist an dieser Stelle der direkte Vergleich mit Apple, denn in Cupertino entsteht gerade ein Home-Hub-Gerät, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Apples Lösung kombiniert ebenfalls eine Kamera mit einem Lautsprecher für Videoanrufe und einer Smart-Home-Steuerung. Die nächste Generation von Siri soll dabei als KI-Begleiter eingesetzt werden. Offenbar sind zwei unterschiedliche Versionen des Home Hub in Arbeit. Eine Variante könnte für die Wandmontage konzipiert sein und die zweite ein reines Tischmodell sein.

Preis, Zeitplan und weitere Produkte

OpenAI plant, sein KI-Gerät zu einem Preis zwischen 200 und 300 Dollar anzubieten, wobei der frühestmögliche Marktstart für Februar 2027 vorgesehen ist. Eine smarte Lampe und eine KI-Brille sollen sich dagegen noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium befinden. Vor 2028 ist hier nicht mit einer Veröffentlichung zu rechnen.

Jony Ive und Sam Altman versprechen eine Revolution

Jony Ive ist seit der Übernahme seiner Hardwarefirma io durch OpenAI im Mai 2025 Teil des Projekts. Gemeinsam mit OpenAI-CEO Sam Altman hat er bereits im November 2025 einige wenige Details zu dem ersten gemeinsamen Produkt preisgegeben. Damals beschrieben beide das Gerät als „aktiven Teilnehmer“ im alltäglichen Leben. Die Nutzung soll sich natürlich anfühlen und nicht nervig sein. Es solle den Menschen Freude bereiten, so das Versprechen.

In einem späteren Mitarbeiter-Meeting erklärten Ive und Altman, dass sie bewusst kein Gerät mit Bildschirm entwickeln wollen. Das Produkt soll kompakt genug für die Hosentasche sein und kontextbezogen auf die Umgebung des Nutzers reagieren können. Altman bezeichnete es intern als „das coolste Stück Technologie, das die Welt je gesehen hat“. Eine Aussage, die mit einer gewissen Portion Selbstvertrauen einhergeht, sich aber erst noch beweisen muss.

Hinter den Kulissen knirscht es

Trotz der ambitionierten Versprechen gibt es intern Spannungen. Ives Designfirma LoveFrom ist weiterhin eigenständig und liefert Hardwaredesigns an OpenAI, dessen Ingenieure die Entwürfe dann in funktionierende Produkte umsetzen müssen. Mitarbeiter sollen sich laut dem Bericht über die strenge Geheimhaltung und das langsame Tempo bei Designüberarbeitungen beschwert haben. Die Stimmung scheint also nicht nur wegen der zuletzt bekannt gewordenen Verschiebungen angepannt zu sein.

Die frühere Apple-Designerin Evans Hankey leitet das Industriedesign, während Ive bei nahezu allen gestalterischen Entscheidungen das letzte Wort hat. Weitere ehemalige Apple-Mitarbeiter im OpenAI-Hardwareteam sind Tang Tan und Scott Cannon. Auch Adam Cue, der Sohn von Apple-Vizepräsident Eddy Cue, arbeitet an der OpenAI-Software mit.

Ob das kompakte KI-Gerät am Ende wirklich der nächste große Wurf wird, bleibt abzuwarten. Die Mischung aus Jony Ives Designanspruch und OpenAIs KI-Kompetenz klingt auf dem Papier vielversprechend. Bis Februar 2027 ist allerdings noch viel Zeit, in der sich sowohl die Technologie als auch der Markt erheblich verändern können.

Kategorie: Allgemein

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