Tim Cook wurde von der CIA vor einem möglichen Angriff Chinas auf Taiwan gewarnt

| 19:00 Uhr | 1 Kommentar

Wie die New York Times (NYT) berichtet, hat Apple-CEO Tim Cook gemeinsam mit anderen führenden Tech-Managern an einem geheimen CIA-Briefing teilgenommen. Thema der Sitzung war die wachsende Gefahr eines chinesischen Militärschlags gegen Taiwan.

Fotocredit: Apple

Ein Treffen hinter verschlossenen Türen

Das bislang unbekannte Briefing fand im Juli 2023 unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen im Silicon Valley statt. Organisiert wurde es auf Initiative der damaligen Handelsministerin Gina Raimondo, die sich seit Längerem daran störte, dass die Tech-Industrie kaum Anstalten machte, ihre Chipproduktion aus Taiwan zu verlagern.

Neben Cook waren auch Nvidia-CEO Jensen Huang, AMD-Chefin Lisa Su und Qualcomm-CEO Cristiano Amon anwesend. Cook soll nach dem Treffen gesagt haben, dass er fortan „mit einem offenen Auge“ schlafe. Damit lässt Apples CEO durchblicken, wie ernst die Lage auch in der Chefetage genommen wird.

Bereits Ende 2021 hatte es ein ähnliches Treffen im Weißen Haus gegeben, doch die Teilnehmer verließen es damals eher skeptisch, weil ein Großteil der vorgestellten Informationen seit Längerem öffentlich bekannt war. Jake Sullivan, Bidens nationaler Sicherheitsberater, bezeichnete die Abhängigkeit der USA von taiwanesischen Halbleitern als eine der größten Schwachstellen des Landes und drängte die Industrie, den Bau heimischer Fertigungsanlagen zu unterstützen. Die Biden-Regierung stellte daraufhin 50 Milliarden Dollar an Subventionen bereit, was schließlich zum „CHIPS and Science Act“ führte.

Die Abhängigkeit von Taiwan

Die Recherche der NYT verdeutlicht, wie stark das Silicon Valley von der „Taiwan Semiconductor Manufacturing Company“ (TSMC) abhängig ist. Das Unternehmen fertigt rund 90 Prozent der weltweit fortschrittlichsten Chips, darunter sämtliche Apple-eigenen Prozessoren für iPhone, iPad und Mac.

Es wird auch ein vertraulicher Bericht der „Semiconductor Industry Association“ aus dem Jahr 2022 erwähnt. Hier heißt es, dass ein Verlust des Zugangs zu Taiwans Chipproduktion die schlimmste Wirtschaftskrise seit der „Großen Depression“ auslösen würde. Das US-Bruttoinlandsprodukt könnte demnach um elf Prozent einbrechen. Bloomberg schätzte Anfang 2024, dass ein militärischer Konflikt die Weltwirtschaft mehr als zehn Billionen Dollar kosten würde.

Teure Chips aus Amerika

Trotz dieser Warnungen waren Unternehmen wie Apple zunächst zögerlich, teurere Chips aus amerikanischer Produktion zu kaufen. Denn in den USA hergestellte Halbleiter sind über 25 Prozent teurer als ihre taiwanesischen Gegenstücke, was an höheren Material-, Arbeits- und Genehmigungskosten liegt. Hinzu kommt, dass die TSMC-Werke in Arizona aktuell mindestens eine Technologiegeneration hinter dem zurückliegen, was auf der Insel verfügbar ist.

Inzwischen hat Apple allerdings reagiert. Im vergangenen Sommer besuchte Cook das Oval Office und verpflichtete sich zu Investitionen von 100 Milliarden Dollar in den USA, mit denen unter anderem TSMC und andere Chiphersteller für eine Produktion in den Staaten unterstützt werden sollen. Zudem soll Apple mit Intel in Gesprächen sein, um dessen Fertigungskapazitäten zu evaluieren.

Apples größte Hoffnung liegt in der Expansion von TSMCs. Der Chiphersteller hat mittlerweile rund 165 Milliarden Dollar an Investitionen in den USA zugesagt, einschließlich Standorte für mindestens fünf weitere Werke in Phoenix. In der Fabrik in Arizona wurde kürzlich Nvidias erster in den USA gefertigter KI-Chip produziert, wobei selbst diese Chips für das sogenannte Advanced Packaging noch nach Taiwan zurückgeschickt werden müssen.

Gleichzeitig versucht Taiwans Regierung gegenzusteuern. So heißt es, dass TSMC dazu angehalten wird, die neuen Fertigungstechnologien nicht im Ausland anzuwenden. Passend dazu erklärte TSMCs Finanzchef Anfang des Jahres, dass die fortschrittlichsten Fertigungsprozesse auf absehbare Zeit in Taiwan bleiben werden.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Gast1

    Weltkrieg 3 …steht vor der Tür.
    China denkt , Russland nimmt sich die Ukraine , die USA Canada und Grönland dann machen wir das mit Taiwan und alles ist gut.

    24. Feb. 2026 | 21:34 Uhr | Kommentieren

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