Das iPhone und iPad dürfen ab sofort für die Verarbeitung von Verschlusssachen der Kategorie „Nur für den Dienstgebrauch“ in allen NATO-Staaten verwendet werden. Zusätzliche Software oder besondere Konfigurationen sind dafür nicht nötig. Damit sind sie die ersten und einzigen Consumer-Endgeräte, die diese Sicherheitsstufe erreichen.

Fotocredit: Apple
Sicherheit ab Werk
Apple baut Sicherheitsfunktionen direkt in die Hardware, die Software und die eigenen Chips ein. Verschlüsselung, biometrische Authentifizierung über Face ID und Technologien wie Memory Integrity Enforcement sind fester Bestandteil jedes iPhone und iPad. Dass diese Funktionen nun auch einer formellen NATO-Prüfung standhalten, ist letztlich eine unabhängige Bestätigung dessen, was Apple verspricht.
Das BSI hat den Weg geebnet
Hinter der Zertifizierung steckt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Schon vor der NATO-Zulassung hatte das BSI bestätigt, dass handelsübliche iPhones und iPads die Anforderungen für den Umgang mit vertraulichen Regierungsdaten in Deutschland erfüllen. Für die NATO-Freigabe wurden die integrierten Sicherheitsfunktionen dann nochmals umfassend getestet und analysiert.
BSI-Präsidentin Claudia Plattner betont, dass Behörden mobile Geräte nur dann bedenkenlos einsetzen können, wenn Informationssicherheit von Beginn an in deren Entwicklung einfließt. Aufbauend auf den bisherigen Prüfungen habe man nun auch die Erfüllung der NATO-Anforderungen bestätigen können.
Eintrag im NATO-Katalog
Mit iOS 26 und iPadOS 26 sind iPhone und iPad offiziell im NATO Information Assurance Product Catalogue gelistet. Ivan Krstić, Vice President of Security Engineering and Architecture bei Apple, erinnert daran, dass sichere mobile Geräte früher ausschließlich spezialisierten Regierungs- und Unternehmensorganisationen vorbehalten waren.
„Diese Zulassung unterstreicht, dass Apple die herkömmliche Art und Weise, Sicherheit bereitzustellen, völlig verändert hat. Vor dem iPhone standen sichere Geräte ausschließlich hochtechnisierten Regierungs- und Unternehmensorganisationen zur Verfügung, verbunden mit massiven Investitionen in maßgeschneiderte Sicherheitslösungen“, führt Krstić aus. „Apple hat vielmehr die sichersten Geräte der Welt für alle seine Nutzer entwickelt, und genau diese Sicherheitsmaßnahmen sind nun gemäß den Sicherheitsanforderungen der NATO-Staaten zertifiziert – anders als bei allen anderen Geräten in der Industrie.“
Für den Alltag normaler Nutzer ändert sich dadurch nichts. Aber die Zertifizierung zeigt, dass die Sicherheitstechnik in iPhone und iPad auch dort besteht, wo staatliche Prüfer ganz genau hinschauen. Und das ohne den Einsatz von Zusatzsoftware oder Sonderkonfiguration.
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