Bis zur offiziellen Vorstellung von macOS 27 dauert es zwar noch einige Monate, doch erste Gerüchte geben bereits eine grobe Richtung vor. Wie gewohnt dürfte Apple die erste Betaversion während der WWDC 2026 im Juni an Entwickler verteilen, gefolgt von einer öffentlichen Beta im Juli. Der finale Release für alle Nutzer wäre dann im September zu erwarten.

Siri wird zum Gesprächspartner
Für Siri hat Apple mehrere Updates in der Pipeline. Zunächst sind die personalisierten Funktionen geplant, die bereits auf der WWDC 2024 angekündigt und seitdem mehrfach verschoben wurden. Dazu gehört etwa, dass Siri auf Basis von Informationen aus Mail und Nachrichten Fragen beantworten kann.
Nach mehreren Verschiebungen war geplant, die personalisierte Siri im Zuge von iOS 26.4 und dem entsprechenden macOS-Update zu bringen, doch bei internen Tests gab es laut Bloomberg Probleme mit der Zuverlässigkeit. Apple könnte die Funktionen deshalb auf mehrere kommende Updates verteilen. Ob sie noch unter macOS Tahoe als Punkt-Update erscheinen oder erst mit macOS 27 im Herbst kommen, ist aktuell unklar. Apple hat lediglich bestätigt, dass die neuen Siri-Funktionen noch 2026 erscheinen werden.
Zusätzlich arbeitet Apple an einer vollwertigen Chatbot-Version von Siri, die für macOS 27 vorgesehen ist. Diese soll echte Konversationen ermöglichen und damit direkt mit ChatGPT, Gemini und Claude konkurrieren. Laut Bloombergs Mark Gurman wird dieser Chatbot tief in Apples Betriebssysteme integriert und soll deutlich leistungsfähiger sein als die personalisierte Siri-Variante.
Mehr Apple Intelligence
Vergangenen Monat haben Apple und Google eine erweiterte Zusammenarbeit angekündigt. Google Gemini soll künftig weitere Apple Intelligence-Funktionen antreiben, die über den Einsatz für Siri hinausgehen. Welche Features genau daraus entstehen, ist allerdings nicht bekannt.
Touch-Bedienung
Gurman berichtete auch, dass Apple eine touchoptimierte Variante von macOS vorbereitet. Der Hintergrund ist das seit Langem erwartete MacBook Pro mit Touchscreen, das Ende 2026 erscheinen soll.
Gurman beschreibt ein System, bei dem nach einer Fingerberührung auf dem Bildschirm ein kreisförmiges Menü mit passenden Befehlen rund um den Finger erscheint. Auch die Menüleiste am oberen Bildschirmrand soll sich bei Berührung automatisch vergrößern, damit sich Elemente leichter mit dem Finger auswählen lassen. Das neue Interface dürfte Teil von macOS 27 sein, wobei Apple es vermutlich erst mit dem Launch des Touchscreen-MacBook freischalten wird.
Fokus auf Stabilität
Apple legt bei macOS 27 laut den bisherigen Berichten besonderen Wert auf Qualität und grundlegende Performance. Der Ansatz erinnert stark an Mac OS X Snow Leopard aus dem Jahr 2009. Damals entschied sich Apple bewusst dafür, keine großen neuen Features zu entwickeln. Stattdessen nutzte das Unternehmen die Zeit, um bestehende Software zu überarbeiten, Kernfunktionen neu zu schreiben und Fehler zu beheben. Das Ergebnis war ein deutlich effizienteres und stabileres System.
Neben zahlreichen Bugfixes könnte Apple auch einige Verbesserungen am Liquid Glass-Design vornehmen. Ein Name für den Nachfolger von macOS Tahoe ist bislang noch nicht bekannt.
Intel-Macs bleiben außen vor
Ab macOS 27 ist Schluss für Intel-basierte Macs. Apple hatte bereits angekündigt, dass macOS Tahoe das letzte große Update für diese Geräte sein würde. Unterstützt werden künftig ausschließlich Macs mit Apple Silicon ab dem M1-Chip. Sicherheitsupdates für ältere Intel-Macs will Apple aber voraussichtlich noch einige Jahre lang bereitstellen.
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