Nach der Vorstellung des MacBook Neo in New York City hat sich Apples Hardware-Chef John Ternus in einem Interview mit ABC News zu dem neuen Produkt, zur Rolle von KI und zur Frage geäußert, ob er Tim Cooks Nachfolger werden könnte.

Fotocredit: Apple
Ein günstiger Mac
Mit dem MacBook Neo will Apple einen Mac anbieten, der deutlich weniger kostet als bisherige Modelle. Gegenüber ABC-Korrespondentin Elizabeth Schulze nannte Ternus das Gerät solide, zuverlässig und langlebig, mit viel Potenzial für einen Erfolg.
„Wir sahen hier eine Chance, wirklich viel, viel mehr Menschen zu erreichen als jemals zuvor. Es ist solide, zuverlässig und langlebig. Alles, was man sich von einem Mac wünscht. Und ja, der Preis ist unglaublich.“
Auf die Frage, warum Apple nicht schon früher ein solches Gerät auf den Markt gebracht hat, verwies Ternus auf die eigenen Ansprüche. Man habe einen solchen Mac erst bringen wollen, wenn man ihn wirklich gut hinbekomme.
Apple Intelligence soll nicht auffallen
Laut Ternus wird Apple Intelligence weiterwachsen und alltägliche Aufgaben erleichtern. Im besten Fall werden Nutzer gar nicht merken, dass sie eine KI-Funktion verwenden, sondern ein Feature einfach immer häufiger nutzen, weil es ihnen gefällt. Apple bleibt damit bei seinem bisherigen Ansatz, KI-Funktionen in bestehende Apps und Systemfunktionen einzubauen, statt sie als eigenes Produkt zu vermarkten.
Die Frage nach der CEO-Nachfolge
Mehrere Experten nennen John Ternus als aussichtsreichsten Kandidaten für den CEO-Posten bei Apple. Er verfügt über ein ausgeglichenes Temperament, eine starke Detailorientierung und kennt Apples Lieferkette aus dem Effeff. Allerdings gilt er eher als jemand, der bestehende Produkte weiterentwickelt, als dass er komplett neue Gerätekategorien erfindet. Kritiker meinen, dass Ternus möglicherweise nicht den visionären Fokus und die Risikobereitschaft mitbringt, die Steve Jobs auszeichneten. Welche Art von Führungspersönlichkeit Apple in den kommenden Jahren benötigt, bleibt noch zu klären. Klar ist jedenfalls, dass sich das Unternehmen mitten in einem Generationswechsel befindet.
Schulze sprach Ternus auch direkt auf die Gerüchte an, er könne Apples nächster CEO werden. Eine direkte Antwort konnten wir hier sicher nicht erwarten. Ternus führte aus, dass er seinen aktuellen Job lieben würde, ohne auf den möglichen Chefposten einzugehen. Aber er machte auch deutlich, dass er das Umfeld bei Apple zu schätzen weiß und nicht missen will. Das lässt zumindest vermuten, dass er Apple noch lange treu bleiben wird, und wenn der Chefposten ruft, liegt es nahe, was Ternus dann machen wird.
» … verwies Ternus auf die eigenen Ansprüche. Man habe einen solchen Mac erst bringen wollen, wenn man ihn wirklich gut hinbekomme.« vs. »Allerdings gilt er eher als jemand, der bestehende Produkte weiterentwickelt, als dass er komplett neue Gerätekategorien erfindet.« … was nun? weitsichtiger visionär oder konservativer produktpfleger?