Jedes vierte iPhone kommt jetzt aus Indien

| 22:33 Uhr | 1 Kommentar

In den letzten Jahren ist deutlich zu erkennen, dass Apple unabhängiger von China werden möchte. Apples Abkehr von China als alleinigem Produktionsstandort schreitet offenbar schneller voran als ursprünglich gedacht. Laut Bloomberg hat Apple die iPhone-Fertigung in Indien im vergangenen Jahr um rund 53 Prozent gesteigert – und produziert nun ein Viertel aller iPhones in dem Land.

Apple lässt verstärkt in Indien produzieren

Apple fertigte 2025 laut Bloomberg rund 55 Millionen iPhones in Indien, verglichen mit 36 Millionen im Vorjahr. Bei einem weltweiten Gesamtvolumen von 220 bis 230 Millionen Geräten jährlich ist das ein erheblicher Anteil. Indien hat China laut einem Canalys-Bericht bereits als führenden Smartphone-Hersteller für den US-Markt überholt.

Hinter dem Wandel stecken mehrere Faktoren: US-China-Handelsspannungen und Zölle spielen eine Rolle, aber auch die grundsätzliche strategische Entscheidung, Lieferkettenrisiken zu diversifizieren – eine Lehre, die Apple spätestens seit den COVID-19-bedingten Produktionsausfällen in China gezogen hat. Indiens Premierminister Modi hat mit staatlichen Produktionsanreizen gezielt Anreize geschaffen, um das Land als Fertigungsstandort attraktiv zu machen.

Apple montiert mittlerweile alle Modelle der aktuellen iPhone-17-Reihe in Indien – einschließlich der teureren Pro- und Pro-Max-Varianten. Fertigungspartner wie Foxconn, Tata Electronics und Pegatron produzieren dort sowohl für den indischen Heimatmarkt als auch für den Export.

Allerdings ist Indien noch kein vollwertiger Ersatz für China: Die Fertigung bleibt teurer als in China oder Vietnam, da eine vergleichbar ausgereifte Zuliefererkette fehlt. Apple und Samsung drängen daher auf eine neue Runde staatlicher Subventionen – zumal die bestehenden Anreizprogramme Ende März auslaufen.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • T/r

    Das wird China nicht grade passen!

    11. März 2026 | 5:34 Uhr | Kommentieren

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