Kurz nach dem Verkaufsstart hat der YouTube-Kanal TECH RE-NU das MacBook Neo bereits vollständig zerlegt. Dabei zeigt sich, dass Apples günstigstes Notebook überraschend reparaturfreundlich aufgebaut ist.

Fotocredit: Apple
Einzelne Komponenten statt fest verbauter Einheiten
Der auffälligste Unterschied zu anderen Apple-Notebooks betrifft den Akku. Apple befestigt ihn beim Neo ausschließlich mit 18 Schrauben und verzichtet komplett auf die Klebestreifen und Zuglaschen, die beim MacBook Air und Pro seit Jahren zum Einsatz kommen. Nach dem Lösen der Schrauben lässt sich der Akku direkt aus dem Gehäuse heben.
Die Bodenabdeckung wird über acht Schrauben gelöst, im Inneren kommen ausschließlich gängige Torx-Schrauben der Größen T3, T5 und T8 zum Einsatz. Auf proprietäre Schraubenköpfe, wie Apple sie früher gerne verwendete, hat man beim Neo verzichtet.
Lautsprecher, USB-C-Ports, Kopfhörerbuchse und Tastatur sind jeweils als eigenständige Module verbaut und lassen sich einzeln tauschen. Bei der Tastatur ist das besonders relevant, weil defekte Keyboards bei früheren MacBooks den Austausch des kompletten Top Case erforderten, was die Reparaturkosten oft in die Höhe trieb. Auch das Logicboard fällt im Vergleich zu anderen MacBook-Modellen kompakt aus und lässt sich nach dem Trennen der internen Kabelverbindungen mit wenigen Handgriffen entnehmen. Einzig das Trackpad ist teilweise mit Klebematerial fixiert, ist allerdings hauptsächlich verschraubt und damit ebenfalls demontierbar.
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Wenn es um die Reparaturfreundlichkeit geht, hat Apple also beim MacBook Neo vieles richtig gemacht. Es gibt verschraubte Komponenten, keinen Klebstoff beim Akku und eine modulare Bauweise, die Reparaturen deutlich günstiger und einfacher machen dürfte als bei jedem anderen aktuellen MacBook. In den nächsten Tagen wird sicherlich auch iFixit ein eigenes Teardown-Video veröffentlichen, und die Chancen auf die bisher beste Reparaturnote für ein Apple-Notebook stehen gut.
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