Apple wird auf der WWDC im Juni unter anderem iOS 27 vorstellen. Wer auf größere Änderungen am umstrittenen Liquid Glass Design hofft, wird nach aktuellen Berichten aber enttäuscht.

Fotocredit: Apple
Stabilität statt Redesign
Mark Gurman berichtet in seinem aktuellen „PowerOn“-Newsletter, dass die internen Testversionen von iOS 27 und macOS 27 keine größeren Änderungen am Liquid Glass Design enthalten. Der transparente Look der Nutzeroberfläche von iOS 26 mit den durchscheinenden Menüs und Docks sieht zwar schick aus, kann aber gerade bei lebhaften Hintergrundbildern schnell ablenken. Das führte oft zu Kompromissen bei der Lesbarkeit.
Apple hat mit iOS 26.1 und iOS 26.4 bereits kleinere Anpassungen nachgeliefert, aber ein grundsätzliches Umdenken zeichnet sich trotzdem nicht ab. Gurman rechnet vielmehr mit schrittweisen Verbesserungen über mehrere Jahre hinweg.
Anstatt sich auf das Design oder neue Funktionen zu konzentrieren, plant Apple angeblich, alten und überflüssigen Code zu entfernen und das System zu optimieren. Performance und Systemstabilität sollen bei iOS 27 also Priorität haben. Das bedeutet allerdings nicht, dass Apple keine Neuerungen plant. Unter anderem erwarten uns eine Ausbaustufe von Siri, neue KI-Funktionen für den Kalender, ein KI-gestützter Gesundheits-Coach und eine Erweiterung der Satellitenfunktionen.
Neuer Designchef, alte Richtung
Alan Dye, der als Designchef maßgeblich für Liquid Glass verantwortlich war, hat Apple Ende vergangenen Jahres verlassen und ist zu Meta gewechselt. Sein Nachfolger Steve Lemay führt die Arbeit fort. Die Vermutung, dass ein Wechsel an der Spitze auch einen Kurswechsel beim Design bedeuten würde, hat sich bisher nicht bestätigt.
Eine konkrete Design-Neuerung könnte iOS 27 allerdings mitbringen. Gurman berichtet, dass Apple schon während der Entwicklung von iOS 26 an einem systemweiten Schieberegler gearbeitet hat, mit dem sich die Intensität des Glaseffekts stufenlos regeln lässt. Bei der Uhr auf dem Sperrbildschirm funktioniert das bereits. Die Umsetzung für das gesamte System, also für App-Ordner, den Homescreen und Navigationsleisten, stieß aber auf technische Schwierigkeiten.
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