Tim Cook spricht über Apples größte Errungenschaften, Zölle und Rücktrittsgerüchte

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Zum 50. Firmenjubiläum hat Apple-CEO Tim Cook bei „Good Morning America“ auf ABC News ein ausführliches Interview gegeben. Das Gespräch deckte ein breites Themenfeld ab, von Apples wichtigsten Errungenschaften über Zollrückerstattungen bis hin zu Cooks Zukunft an der Spitze des Unternehmens.

Fotocredit: Apple

Apples größte Beiträge und Musikförderung

Auf die Frage nach Apples wichtigsten Beiträgen in fünf Jahrzehnten zählte Cook eine ganze Reihe auf. Apple hat „die Musik neu erfunden, das Smartphone neu erfunden, die kreativen Künste zugänglicher gemacht und mit der Watch Leben gerettet“, fasste er zusammen. Vom Smartphone über die Musikbranche bis hin zu den Gesundheitsfunktionen der Apple Watch sieht Cook ein breites Vermächtnis.

Bei der Gelegenheit kündigte er auch an, die Zusammenarbeit mit der Organisation „Save the Music“ auszuweiten. Apple will die Zahl der unterstützten Schulen nahezu verdoppeln und im kommenden Jahr 25.000 Kindern Zugang zu Musikunterricht verschaffen.

KI, Datenschutz und Bildschirmzeit

Beim Thema Bildschirmzeit zeigte sich Cook selbstkritisch. „Ich will nicht, dass die Leute häufiger auf ihr Smartphone schauen als ihrem Gegenüber in die Augen“, sagte er. Endloses Scrollen sei nicht die Art, wie man seinen Tag verbringen sollte. Stattdessen solle man die Zeit lieber draußen in der Natur verbringen.

Künstliche Intelligenz bezeichnete Cook als grundsätzlich neutrale Technologie. „Technologie will nicht gut sein und sie will nicht böse sein. Es liegt in den Händen der Nutzer und der Erfinder.“ Apple setze deshalb auf Datenschutz und verarbeite so viel wie möglich direkt auf dem Gerät, wo die Daten verschlüsselt seien. Wenn eine Anfrage nicht lokal beantwortet werden könne, komme Apples Private Cloud Compute zum Einsatz. Cook verglich den Dienst mit einem „großen Gerät in der Cloud“, das mit derselben Sicherheitsarchitektur arbeite wie das iPhone selbst.

600 Milliarden Dollar für die USA

Cook betonte Apples Investitionen in den Vereinigten Staaten. Über die nächsten vier Jahre will das Unternehmen 600 Milliarden US-Dollar in den USA investieren. Noch in diesem Jahr sollen die Glasabdeckungen auf Vorder- und Rückseite des iPhone aus Kentucky kommen. In Arizona plant Apple, über 100 Millionen SoCs herzustellen und insgesamt mehr als 20 Milliarden Halbleiter in den USA fertigen zu lassen. Diese Produktion sei nicht auf den US-Markt beschränkt, sondern für iPhones weltweit bestimmt. „Wir sind ein stolzes amerikanisches Unternehmen und wollen so viel wie möglich hier machen“, so Cook.

Zollstreit und politische Nähe zu Trump

Besonders brisant war die Frage nach möglichen Zollrückerstattungen. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte kürzlich geurteilt, dass Milliarden an Zöllen unrechtmäßig erhoben wurden. Apple soll rund 3,3 Milliarden US-Dollar an solchen Zöllen gezahlt haben. Cook hielt sich bedeckt: „Wir beobachten die Lage und warten ab, wie die Gerichte entscheiden. Dann werden wir entsprechend handeln.“

In dem Interview wurde Cook auch auf seine öffentliche Nähe zur Trump-Regierung angesprochen, darunter seine Teilnahme an der Amtseinführung und ein goldenes Geschenk an den Präsidenten. Cook wies die politische Einordnung zurück. „Ich befasse mich mit Sachpolitik, nicht mit Parteipolitik. Ich bin kein politischer Mensch, auf keiner Seite.“

Kein Rücktritt geplant

Zum Schluss räumte Cook mit Gerüchten auf, er wolle sich schrittweise zurückziehen. Er habe das nie gesagt. Vor 28 Jahren sei er bei Apple eingestiegen und habe seitdem jeden Tag dort geliebt, trotz Höhen und Tiefen. „Ich kann mir ein Leben ohne Apple nicht vorstellen“, schloss Cook.

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