Datenbank-Benchmark: MacBook Neo tritt gegen Cloud-Server an

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DuckDB-Entwickler Gábor Szárnyas wollte wissen, wie sich Apples günstigstes Notebook in Datenbank-Benchmarks gegen professionelle Cloud-Server schlägt. DuckDB ist eine Open-Source-Datenbank, die auch auf schwächerer Hardware große Datenmengen verarbeiten kann. In seinem Blogbeitrag beschreibt Szárnyas, wie er das MacBook Neo gegen zwei Amazon-Cloud-Instanzen antreten ließ.

Lokale SSD schlägt zunächst Cloud-Speicher

Das MacBook Neo musste es in den Tests mit seinen 8 GB RAM gegen zwei deutlich stärkere Maschinen aufnehmen: eine mit 16 AMD-EPYC-vCPU-Kernen und 32 GB RAM sowie eine deutlich größere mit 192 Graviton4-vCPU-Kernen und 384 GB RAM.

Alle drei Systeme traten in zwei etablierten Datenbank-Benchmarks gegeneinander an. ClickBench arbeitet mit 43 Abfragen auf einer einzelnen Tabelle mit 100 Millionen Zeilen, während TPC-DS 24 Tabellen und 99 teils komplexe Abfragen umfasst. Beim ClickBench-Kaltstart, also mit leeren Caches, erledigte das MacBook Neo sämtliche Abfragen in unter einer Minute und war damit bis zu 2,8-mal schneller als beide Cloud-Instanzen.

Die Erklärung dafür liegt in der Speicheranbindung. Cloud-Server greifen auf netzwerkgebundene Festplatten zu, was bei leeren Caches die Abfragezeiten deutlich in die Höhe treibt. Das MacBook Neo profitiert von seiner lokalen NVMe-SSD, die zwar nicht die schnellste ihrer Klasse ist, aber beim ersten Lesezugriff trotzdem einen erheblichen Vorteil bietet.

Sobald die Systeme ihre Caches aufgebaut hatten, verschoben sich jedoch die Verhältnisse. Die große Graviton4-Instanz absolvierte den ClickBench-Durchlauf in 4,35 Sekunden, die kleinere AMD-Instanz benötigte 47,86 Sekunden, und das MacBook Neo kam auf 54,27 Sekunden. Im Vergleich zu der kleineren Cloud-Instanz, die über zehn zusätzliche CPU-Threads und viermal so viel Arbeitsspeicher wie das MacBook Neo verfügt, lag Apples Notebook bei der Gesamtlaufzeit trotzdem nur rund 13 Prozent zurück.

Weitere Benchmarks

Beim TPC-DS-Benchmark mit rund 100 GB Testdaten lief das MacBook Neo problemlos durch die meisten Abfragen, mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 1,63 Sekunden pro Abfrage und einer Gesamtlaufzeit von 15,5 Minuten. Bei der dreifachen Datenmenge von 300 GB machte sich dann der begrenzte Arbeitsspeicher bemerkbar. DuckDB musste zeitweise bis zu 80 GB an Daten auf die SSD auslagern. Einzelne Abfragen dauerten dadurch entsprechend länger. Die längste einzelne Abfrage dauerte 51 Minuten, doch das MacBook Neo arbeitete sich durch alle 99 Abfragen und kam nach insgesamt 79 Minuten ins Ziel.

Kategorie: Mac

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